Beth Hart und Joe Bonamassa mit Black Coffee – ab Freitag ist der Ohrenschmaus im Handel

WOW – vielfach bekommen wir ja Alben zugespielt von Stars, die wir aus dem Radio kennen. Und dann gibt es für uns vom Namen her völlig unbekannte (ja, das müssen wir zugeben) und es kommt der „WOW – EFFEKT“. Und so war es auch bei diesem Album.

Als ich die ersten Takte gehört habe, die ersten Stimmen vernommen hatte, dachte ich sofort an Lana Del Rey  mit ihrem „Radio“ Song. Aber nein, das hier ist doch etwas anders. Rockig, Poppig, Blues – mäßig oder was ist das eigentlich? Doch kommen wir erst mal zum Ursprung zurück.

Vor vier Jahren haben die Blues – Röhre Beth Hart und Joe Bonamasse ihr letztes Album veröffentlicht. Die Grammy Nominierung war natürlich ein cooler Erfolg aber sie führten auch die Spitzen der Blues Charts an. Doch daraufhin sagten die beidem dem Duo auf Wiedersehen und widmeten sich Solo Projekten.

Doch dann kam 2016 und die beiden versuchten etwas, was schon viele vor Ihnen gemacht haben. Ein Album in kurzer Zeit aufnehmen, so wie es früher oftmals gemacht wurde. Und dabei herausgekommen ist „Black Coffee“.

In „Black Coffee“ widmen sich die beiden völlig dem Blues. Sie schnappten sich zehn erfolgreiche Blues Songs von namhaften Künstlern und interpretierten sie anders. Nicht anders, wohl eher Einzigartig. Doch wer denkt, es handelt sich hier nicht wirklich um namhafte Künstler, wird enttäuscht. Die beiden scheuen weder vor Ray Charles, Ella Fitzgerald oder auch Peggy Lee zurück.

In fünf Tagen haben sich alte und neue Mitglieder des Ensembles zusammen getan und haben das Album aufgenommen. Anton Fig (Schlagzeug / Percussion), Ron Dziubla (Saxophon) und Lee Thornburg (Bläser Arrangements, Trompete, Posaune) waren die alt eingesessenen. Doch perfektioniert wurde alles durch den neuen Einsatz von Reese Wynans (Keyboards), Michael Rhodes (Bass), Rob McNelley (Rhythmusgitarre), Paulie Cerra (Saxophon), Mahalia Barnes, Jade Macrae und Juanita Tippins (Background Gesang). Alles unter einen Hut bringen – ins Tonstudio und ab geht es. Aber was kam dabei heraus?

Beth Hart und Joe Bonamassa mit Black Coffee – ein Ohrenschmaus

Auch wenn man kein Blues Fan ist, wird man sich für dieses Album begeistern. Nein, es ist nicht nur das über das Parkett schwofen und eng aneinander tanzen, was so viele mit dem Blues verbinden – dieses Album ist anders. Peppig, manchmal sogar meiner Meinung nach rockig aufgemacht und echt empfehlenswert zu hören.

Anfangs ist es vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig und viele werden sagen „Wo hört der denn Lana Del Rey heraus“ – aber ich bin der Meinung, mit etwas Phantasie kann man dieses durchaus vergleichen.

Wichtig finde ich es, dass man unvoreingenommen an das Album geht. Und was dann passiert kann ich eigentlich versprechen: Die Repeat-Taste wird benutzt und man möchte es wieder und wieder hören.

Beth Hart und Joe Bonamassa mit Black Coffee – ab Freitag ist der Ohrenschmaus im Handel – wir haben ihn schon zu Hause und möchten ihn nicht missen!

 

Text: Marco Schlösser