Das Dungeon in Hamburg – Ein Abenteuer

Hamburg. Wenn man etwas erleben möchte, so wurde uns gesagt, muss man in Hamburg das Dungeon besuchen. Angeblich ein „Horrorkabinett“ mit viel viel Gänsehauteffekten aber auch geschichtlichen Hintergrund.

Ist das etwas für uns oder eher nicht? Lange haben wir überlegt, da unsere beiden Frauen auch eher manchmal etwas schreckhaft reagieren. Aber doch. Wir waren drin und müssen sagen: „Von wegen Horrorkabinett! Geschichte und Unterhaltung pur!“

Doch wie kommt man dorthin und was muss man machen? In der alten Speicherstadt befindet sich das Dungeon und einige U- und S-Bahnen halten in der Gegend. Also perfekt gelegen um schnell dorthin zu kommen. Angekommen gibt es nun zwei Möglichkeiten:

  1. Man stellt sich, in der teilweise recht langen Schlange, an oder
  2. man hat im Vorfeld per Internet gebucht (hier kann gebucht werden) und kann dort sogar noch sparen – Wartezeit und Geld, da online Buchungen Vorrang haben.

Schon beim Betreten des Dungeon fallen die mit viel Liebe entworfenen Kostüme der Darsteller auf. Zudem ist das ganze Ambiente faszinierend. Von Anfang an wird unsere, aus ca. 30 Personen bestehende Gruppe, ins Spiel mit einbezogen. Ein Spiel? Nein, eine Reise durch die Geschichte Hamburgs. Über den großen Brand, der Pest oder auch mit Informationen über den großen Piraten Klaus Störtebeker werden hier Informationen rund um Hamburg gegeben.

Zugegeben, es gibt einige, recht schrecklich humorvolle Effekte bei der Führung, aber von einem Horrorkabinett zu sprechen ist absolut übertrieben.

Während der Zeitreise durch die Hamburger Geschichte, die, wenn man sich in dem Gebäude nicht auskennt, wie ein Irrweg erscheint, fallen einem immer wieder die Kulissen auf. Diese Kulissen sind so perfekt gebaut, so dass man meinen könnte, man ist in dieser Epoche. Man schaut sich um und erkennt immer wieder Kleinigkeiten, die liebevoll in das gerade aktuelle Thema eingearbeitet sind.

Die „Führer“ oder besser gesagt die „Erzähler“  durch die verschiedenen Epochen wechseln passend zu den neuen Geschichten und letzt endlich ist man nach über 90 Minuten eigentlich enttäuscht, dass diese Reise durch das alte Hamburg vorbei ist. Eine Reise, bei der viele Geschichten in vielen dazugehörenden Räumen erzählt wurden.

Das Dungeon in Hamburg - Ein Abenteuer Foto: Pestkrankenhaus by Dungeon Hamburg
Das Dungeon in Hamburg – Ein Abenteuer
Foto: Pestkrankenhaus by Dungeon Hamburg

Das Dungeon in Hamburg – unser Fazit

Wer sagt das Dungeon ist ein reines „Horrorkabinett“, ist nicht da gewesen oder hat das Dungeon nicht verstanden. Die Schauspieler haben uns mit sich selbst und mit ihren Erzählungen in den Bann gebracht immer weiter zuhören zu wollen. Die Kulisse, die einzelnen Räume sind perfekt in Szene gesetzt und das ganze Ambiente stimmt.

Natürlich sind hier und da Elemente da, wo sich jeder mal erschrecken kann. Aber es ist nichts Horror mäßiges da. Selbst die „Obduktion“ eine „Pest – Leiche“ wird gekonnt so in Szene gesetzt, dass es lustig – ekelig ist, aber nicht abschreckend.

Die zum Ende eingebauten „Fahrelemente“ muss man erlebt haben und diese hier zu beschreiben, würde die Spannung weg nehmen. Es sei aber gesagt, dass die hervorragenden Schauspieler und damit Erzähler auch durch ihre Spontanität auffallen und sich durch nichts und niemanden aus der Fassung bringen lassen.

Unser Fazit: Das Dungeon ist ein absolutes muss für jeden Hamburg Besucher. Perfekte Kulisse, perfekte Erzählungen und mehr als perfekte Schauspieler lassen es zu einem echten Erlebnis werden. Geschichte, Kultur, Spannung, Komödie und das alles perfekt kombiniert. Das Dungeon in Hamburg ist es wirklich wert. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

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Text: Marco Schlösser