Hanni Münzer: Die Akte Rosenthal – Teil 1 – Rezension

Hanni Münzer ist diejenige, die die Seelenfischer Trilogie ins Leben gerufen hat. Nach Band 1 „Die Seelenfischer“ folgte im April 2017 Band 2 – „Die Akte Rosenthal Band 1“.

Etwas verwirrend ist es schon, wenn ein zweiter Teil einer Serie den Untertitel „Band 1“ hat, aber die Autorin hat sich schon etwas dabei gedacht. Mit 396 Seiten ist dieses einer der etwas kleineren Bücher, die in unserer Redaktion rezensiert wurden. Doch um was geht es?

Lukas von Stetten, der der im ersten Teil Dokumente einsehen konnte, die die Kirchengeschichte ein wenig verändern könnten, hat dem Jesuitenorden den Rücken zugekehrt. Er hat nun Frau und Kind und möchte in Nürnberg ein schönes, ruhiges und entspannendes Leben leben. Doch natürlich kommt es anders.

Sein Sohn wird entführt und die Entführer möchten natürlich nur eins: die Geheimdokumente, in denen es im Teil 1 „Die Seelenfischer“ gegangen ist. Natürlich steckt seine Erzfeindin hinter der ganzen Entführung und anscheinend scheint auch seine Frau mit in die ganze Sache involviert zu sein. Oder nicht? Wir wollen hier keine Spannung nehmen und nicht all zuviel spoilern, aber Lukas von Stetten möchte natürlich nur ein: Seinen Sohn retten.

Hanni Münzer – Die Akte Rosenthal Band 1

London, Barcelona und Nürnberg sind dieses mal die Hauptorte, in denen das Buch spielt. Rom ist in den Hintergrund getreten. Doch es hat den Anschein, dass es einige kleine Geschichten rund um die Hauptgeschichte gibt. Zudem ist es verwirrend, dass Personen, die an sich bereits tot sind, plötzlich doch wieder auftauchen und den Leser dadurch in ein leichtes Zweifeln einer sinnvollen Handlung stürzen.

Eine Handlung, die an sich nachvollziehbar ist, aber man muss dennoch aufpassen wie ein Fuchs, wenn man dieses Buch lesen möchte und auch alles verstehen möchte.

Neben der Handlung ist es aber dieses Mal als absolut positiv zu sehen, dass Hanni Münzer wesentlich mehr Kapitel und Absätze eingebaut hat. Im ersten Teil der Trilogie „Die Seelenfischer“ musste man sich manchmal durch die Kapitel quälen, dieses entfällt nun hier.

Ein Fazit zu „Die Akte Rosenthal Band 1“

„Während es bei „Die Seelenfischer“ teilweise recht schleppen lief, ist es hier anders. Dennoch verursachen die vielen Nebenschauplätze einen kleinen faden Beigeschmack. Wir hatten manchmal das Gefühl, nicht ganz mit zu kommen. Aber dennoch ist „Die Akte Rosenthal“ ist ein Buch, dass konsequent auf „Die Seelenfiischer“ aufbaut und lesenswert ist. Denn wenn man fertig ist, möchte man wissen wie es weiter geht und greift zum nächsten Band, „Die Akte Rosenthal Band 2“. Wir lassen uns überraschen.

Rezension von Marco Schlösser