Hermann Wessels als neuer Erster Stadtrat gewählt

Hermann Wessels als neuer Erster Stadtrat gewählt - Hermann Wessels heißt der neue Erste Stadtrat der Stadt Papenburg (vierter von rechts). Nach seiner Wahl gratulierten Bürgermeister Bechtluft (links daneben), Ratsvorsitzender Führs (rechts dahinter) sowie die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat. Foto: Stadt Papenburg
Hermann Wessels als neuer Erster Stadtrat gewählt – Hermann Wessels heißt der neue Erste Stadtrat der Stadt Papenburg (vierter von rechts). Nach seiner Wahl gratulierten Bürgermeister Bechtluft (links daneben), Ratsvorsitzender Führs (rechts dahinter) sowie die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat. Foto: Stadt Papenburg

Papenburg. Mit großer Mehrheit ist Hermann Wessels am Montagabend zum neuen Ersten Stadtrat der Stadt Papenburg gewählt worden. Nach kurzer Debatte entschied sich der Rat der Stadt für den 57-jährigen Papenburger. In geheimer Wahl erlangte Wessels, der aktuell noch Geschäftsführer der Ems-Dollart-Region ist, 31 Ja-Stimmen. Dem gegenüber standen 3 Nein-Stimmen. Zudem gab es 2 Enthaltungen. Im Interview erläutert der zukünftige Erste Stadtrat seine Beweggründe und erste Ziele für das neue Amt.

Frage: Was hat Sie dazu bewogen, sich auf die Stelle des Ersten Stadtrates zu bewerben?

Wessels: „Papenburg ist eine aufstrebende Stadt mit vielen Möglichkeiten. Diese Chancen gilt es zu ergreifen und aktiv an einer positiven Gestaltung zu arbeiten. Schon in den letzten Jahren durfte ich als Ratsmitglied daran ehrenamtlich mitarbeiten. Jetzt bestand die Gelegenheit, vor dem Hintergrund meiner beruflichen Erfahrungen auch meine persönlichen Kompetenzen in die künftige Arbeit der Verwaltung einzubringen. Außerdem bin ich von vielen Ratsmitgliedern auch aus anderen Fraktionen sowie von Bürgern der Stadt angesprochen und ermutigt worden, meine Bewerbung einzureichen. Das und die interessante Aufgabe haben am Ende den Ausschlag gegeben.“

Frage: Was sind Ihre Kernziele? Was wollen Sie für die Stadt Papenburg erreichen?

Wessels: „Für die Stadtteile und im Hinblick auf die unterschiedlichen Themen haben wir schon heute konkrete Investitionsprojekte sowie noch viele weitere Ideen und Entwicklungsperspektiven auf der Tagesordnung. Außerdem verlangen die Bürgerinnen und Bürger zu Recht, dass wir die öffentliche Infrastruktur sowie die Straßen und Wege in einem guten Zustand halten. Das wird eine große Herausforderung, diese Vorhaben auch erfolgreich umzusetzen. Daher sehe ich ein Kernziel darin, alle Finanzierungsmöglichkeiten auszuschöpfen, damit die einzelnen Projekte auch zeitnah realisiert werden können.“

Frage: Was schätzen Sie an der Stadt Papenburg und wo muss die Stadt noch besser werden?

Wessels: „In Papenburg leben viele Menschen, die sich in den Vereinen und im sozialen Bereich ehrenamtlich engagieren. Das ist eine wertvolle und unschätzbare Basis für unsere Stadt. Besonders zum Tragen kommt dieser Mehrwert, wenn sich Vereine dann auch noch gemeinsam für ein Projekt einsetzen. Beispiele sind hier die Initiative der Fußballvereine, gemeinsam einen Kunstrasenplatz zu realisieren oder die Vereine, die sich für den Erhalt und zur Verbesserung der Bädersituation zusammengeschlossen haben. Außerdem gibt es in unserer Stadt viele leistungsfähige und erfolgreiche kleine und mittlere Unternehmen. Diese gilt es in Zukunft weiter zu unterstützen. In beiden Bereichen, bei den Vereinen, den Organisationen und Institutionen als auch bei den Unternehmen sehe ich noch Potenzial, um künftig besser zu werden. Die Quartiersinitiative am Vosseberg ist so ein Beispiel, bei dem durch gemeinsames Handeln und Vorgehen mehr erreicht werden kann.“

Frage: Was sehen Sie als größte Herausforderungen der Stadt in den kommenden Jahren?

Wessels: „Mit der Wahl haben sich jetzt die bekannten großen Herausforderungen in den kommenden Jahren nicht schlagartig verändert. Insofern stehen die großen Projekte Bokeler Bogen, Seeschleuse, Bauhof und auch das Rathaus ganz oben auf der Liste. Daneben sind aber die Bildungsinfrastruktur mit ausreichendem Angebot im Bereich der Kindertagesstätten und guten Voraussetzungen in den Schulen im Fokus zu halten. Weiterhin ist zu gewährleisten, dass die Rahmenbedingungen für private Investitionen im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklung in Aschendorf, der Wohnbauentwicklung am Obenende und dem Masterplan Alte Werft zügig vorangetrieben werden.“

Frage: Welche persönlichen Stärken bringen Sie für den neuen Posten mit?

Wessels: „Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens ist deutlich geworden, dass ich die Voraussetzungen im Hinblick auf die Anforderungen erfülle. Weiterhin kann ich zuhören, bin offen für Anregungen, andere Standpunkte und auch Kritik. Außerdem scheue ich keine Arbeit und Anstrengungen, wenn sie der gemeinsamen Sache dienen. Darüber hinaus habe ich bereits in meiner bisherigen Tätigkeit gute Kontakte zu anderen auch für die Stadt Papenburg wichtigen Partnern aufgebaut. Das kann uns sicherlich im Landkreis Emsland aber auch im Umkreis mit den Kommunen, mit den Nachbarn in den Niederlanden und mit den entsprechenden Stellen im Land Niedersachsen weiterhelfen.“

Frage: Wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Stadtrat als Erster Stadtrat vor?

Wessels: „In dieser Frage kommt es sicherlich weniger darauf an, wie ich mir die Zusammenarbeit vorstelle. Die Aufgaben und die Zuordnungen sind klar definiert und können bei Bedarf auch angepasst werden. Der Bürgermeister hat sich über meine Bewerbung gefreut und dem Rat die Wahl vorgeschlagen. Ich gehe davon aus, dass wir uns gemeinsam mit Stadtbaurat Rautenberg als Verwaltungsspitze unserer Aufgabe für die Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger bewusst sind. In diesem Sinne erwarte ich, dass wir uns untereinander gut abstimmen und uns zusammen auf den Weg machen, an einer guten und erfolgreichen Zukunft Papenburgs zu arbeiten.“

Frage: Welche Botschaft ist Ihnen mit dieser Wahl wichtig?

Wessels: „Mit der Wahl des ersten Stadtrates ist die Leitung des Rathauses nach langer Zeit wieder komplett. Jetzt gilt es, dass sich die Mannschaft gut aufstellt und zusammen mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch mit den Fraktionen im Rat die Aufgaben gemeinsam angeht und für Papenburg zusammenarbeitet.“

Frage: Worauf freuen Sie sich mit Übernahme der neuen Tätigkeit am meisten?

Wessels: „Unsere Aufgaben und Herausforderungen kenne ich schon aus der politischen Tätigkeit im Rat. Aus meiner Sicht sind das alles Themen, für die es sich lohnt, mit vollem Engagement zu arbeiten. Darüber hinaus freue ich mich auf die Menschen, mit denen und für die ich in Zukunft arbeiten darf.“

 

Ein Video-Interview mit Hermann Wessels finden Sie hier:

Text und Foto: Stadt Papenburg