Kostenlose Katrationsaktion für herrenlose Katzen – Tierschutzverein und Stadt Lingen bitten Bürger um Unterstützung

Lingen. Noch bis zum 15. März läuft die landesweite Aktion zur Kastration von herrenlosen Katzen und Katern. Der Tierschutzverein Lingen und Umgebung sowie die Stadt Lingen bitten deshalb alle Lingener Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung der Aktion. Sie können dem Tierschutzverein wildlebende, streunende Katzen und Kater melden, denen kein Besitzer oder Halter zugeordnet werden kann. Diese Tiere werden daraufhin eingefangen und kastriert. Das Land Niedersachsen und der Deutsche Tierschutzbund e.V. stellen für die Kastrationsaktion 245.000 Euro bereit.

Die landesweite Kastrationsaktion soll helfen, die Zahl verwilderter Katzen einzudämmen und so das Katzenelend zu verringern. „Wir haben es mit einem erheblichen Tierschutzproblem zu tun“, erklärt Stephan Mathias, Erster Vorsitzender des Tierschutzvereins. Durch die unkontrollierte Vermehrung der Tiere sind diese oft von Infektionen, Krankheiten oder Unterernährung betroffen. Insbesondere durch ansteckende Katzenkrankheiten gefährden diese wild lebenden Katzen und Kater natürlich auch Hauskatzen, denen Freigang gewährt wird. Nach Schätzungen leben in Niedersachsen 200.000 verwilderte Katzen.

Grundsätzlich gilt nach der städtischen Gefahrenabwehrverordnung die Kastrationsflicht für alle Hauskatzen mit Freigang. Davon ausgenommen sind lediglich Rassekatzen, die zu Zuchtzwecken gehalten werden. Katzenbesitzer müssen ihre Tiere zudem mittels Mikrochip oder Tätowierung kennzeichnen und registrieren lassen. Dafür stehen verschiedene Haustier-Registrierungsdatenbanken zur Verfügung, wie „Tasso“ und das „Deutsche Haustierregister“. Als Katzenhalter gilt dabei auch, wer frei lebende Katzen regelmäßig füttert. „Tierliebhaber sollten die freilebenden, verwilderten Vierbeiner lieber bei uns melden“, erklärt Stephan Mathias. „Wir kümmern uns dann – nur so können wir dem Katzenelend entgegenwirken.“

Text: Stadt Lingen