115 Jahre im Dienst für die Bürger der Stadt Meppen

4 Feuerwehrmänner der Feuerwehr Meppen konnten am vergangenen Freitag geehrt werden, weil sie sich mehr als ihr halbes Leben in den Dienst der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Meppen gestellt haben. Das Niedersächsische Ehrenzeichen für langjährige Dienste im Feuerlöschwesen konnte dreimal für 25 Jahre und sogar einmal für 40 Jahre verliehen werden.

Die Jubilare wurde, wie es bei der Feuerwehr Meppen seit vielen Jahren Brauch ist, mit vielen Kameraden und einem Aufgebot an Fahrzeugen von zu Hause abgeholt und ins Feuerwehrhaus gefahren, wo bereits die Fahrzeughalle festlich für diesen Abend geschmückt war. Der Stadtbrandmeister Norbert Konen begrüßte dort alle Gäste, unter denen sich auch der stellvertretende Bürgermeister Jochen Hilckman und der Leiter des Ordnungsamtes Wilhelm Berling, sowie Walter Teckert und Matthias Wahmes befanden. Freunde und Arbeitskollegen sowie die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung waren ebenfalls zahlreich erschienen.

Konen ging in seiner Ansprache auf das Motto „Mensch und Technik“ in der Feuerwehr ein. Zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung benötigen die ehrenamtlichen Kräfte modernste Technik. Allerdings braucht auch die neueste Errungenschaft Menschen, die diese bedienen und beherrschen. Das ist leider bundesweit nicht mehr in allen Gemeinden möglich, da sich immer weniger zu diesem Ehrenamt bekennen oder tagsüber ihre Dörfer und Gemeinden verlassen um der Arbeit nachzukommen. Somit sei es umso schöner, an diesem Abend 4 verdiente Kameraden für ihre langen Dienste zu ehren.

Der stellvertretende Bürgermeister Jochen Hilckmann begann seine Ansprache mit einem passenden Zitat von Konrad Adenauer: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat“. Wenn der Stadt mit ihren Einwohnern Gefahr droht, hilft die Feuerwehr mit ihrer Kompetenz. Daher bringen die Bürger den Mitgliedern und somit auch den Geehrten, großes Vertrauen entgegen. Hilckmann dankt den Jubilaren persönlich und auch im Namen der Stadt Meppen für ihr jahrelanges Engagement.

Der Kreisbrandmeister des Landkreises Emsland Holger Dyckhoff brachte die Grüße der Kreisfeuerwehr und dankte für den jahrelangen Einsatz. Durch solches Engagement sei z. B. auch die Zusammenarbeit der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerkes, der SEG`en und der Bundeswehrfeuerwehr möglich, wie es in diesen Tagen auf der Wehrtechnischen Dienststelle praktiziert wird. Ehrenamtliche und hauptamtliche Retter arbeiten hier Hand in Hand. Dieses zollt Anerkennung und Respekt. Nicht umsonst, aber ehrenamtlich.

Norbert Konen ließ bei den Verleihungen des Niedersächsischen Ehrenzeichens noch einmal das Feuerwehrleben der einzelnen kurz Revue passieren. Für 40 Jahre Dienst im Löschwesen wurde Oberbrandmeister Burkhard Koch geehrt. Er engagierte sich in dieser Zeit als Zugführer, Kommandomitglied, Bootsführerausbilder oder auch als Sicherheitsbeauftragter. Auf Landkreisebene ist er als Ausbilder für die Grundausbildungen tätig gewesen.

Der Erste Hauptfeuerwehrmann Jörg Wermes trat 1993 in die Feuerwehr Haren ein und ist somit seit 25 Jahren tätig. Seit 2005 ist er Mitglied in Meppen und dort nicht nur als Gruppenführer eingesetzt sondern agiert auch in der Gefahrgut-Gruppe und Bahnerden-Gruppe. In der Truppmann-Ausbildung ist er im Landkreis als Ausbilder tätig.

1993 trat der Erste Hauptfeuerwehrmann Christoph Micheel in die Feuerwehr Haselünne ein, bevor er seinen Lebensmittelpunkt nach Meppen verlegte. Er ist zum Gruppenführer ausgebildet und als Bootsführer und Feuerwehrtaucher aktiv. Seit 2010 leitet er die Sanitätsgruppe.

Der Löschmeister Christian Temmen wurde ebenfalls für 25 Jahre Dienste im Löschwesen ausgezeichnet. Bevor er in Meppen tätig wurde, war er bereits Mitglied in der Feuerwehr Osterbrock. Er ließ sich zum Gruppenführer ausbilden und bildet selber die Kameraden zum Bootsführer und an der Motorsäge aus. Zudem ist er als Betreuer in der Jugendfeuerwehr tätig.

115 Jahre sind diese Feuerwehrmänner nun für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Meppen in der Feuerwehr aktiv. Und das, um noch einmal den Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff zu zitieren: „Nicht umsonst, aber ehrenamtlich“.

Text und Foto: Jens Menke, Feuerwehr Meppen