BlaulichtLohne / Wietmarschen

40 Strohballen brennen am Abend auf Acker in Wietmarschen – Feuerwehr verhindert Ausbreitung

40 Strohballen brennen am Abend auf Acker in Wietmarschen – Feuerwehr verhindert Ausbreitung – Feuerwehr rückt am Samstagabend aus

In Wietmarschen ist am Samstagabend ein größerer Strohballenbrand ausgebrochen. Gegen 21 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Acker an der Straße „Zum Schlackenbölt“ alarmiert. Dort standen rund 40 Strohballen in Flammen.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte bestätigte sich die gemeldete Lage. Die Ballen brannten auf einem bereits gegrubberten Acker. Eine weitere Ausbreitung des Feuers auf angrenzende Flächen war dadurch nach erster Einschätzung nicht zu erwarten.

Für die Feuerwehr bedeutete der Brand dennoch einen aufwendigen und zeitintensiven Löscheinsatz. Denn bei dicht gepresstem Stroh reicht es nicht aus, lediglich die sichtbaren Flammen abzulöschen. Im Inneren der Ballen können sich über längere Zeit Glutnester halten.

„Relativ viel Wasser“ für die Brandbekämpfung

Die Feuerwehr Wietmarschen war mit drei Fahrzeugen und insgesamt 21 Einsatzkräften vor Ort. Einsatzleiter Holger Ensink schilderte die Lage:

„Wir wurden heute hier um 21:01 Uhr mit einem F1-Brand im Freien zu einem brennenden Schrotfeld alarmiert. Hier brannten circa 40 Strohballen auf einem Acker, die wir jetzt mit relativ viel Wasser auslöschen und gleich mit einem Teleskoplader auseinanderziehen, damit wir die Sache etwas beschleunigt ablöschen können.“

Wasserversorgung über 500 Meter Entfernung

Eine besondere Herausforderung bei dem Einsatz war die Wasserversorgung. Der nächstgelegene Hydrant befindet sich rund 500 Meter von der Einsatzstelle entfernt. Zusätzlich konnte die Feuerwehr auf einen privaten Saugbrunnen zurückgreifen.

„Der Hydrant ist ca. 500 Meter weit weg, und wir haben hier noch einen privaten Saugbrunnen, an dem wir uns mit unserem Adapter auch mit Wasser versorgen können“, erklärte Ensink.

Durch die beiden Wasserentnahmestellen konnte die Versorgung für die laufenden Löscharbeiten sichergestellt werden. Aufgrund der Entfernung zum Hydranten war jedoch eine entsprechende Einsatzlogistik erforderlich.

Teleskoplader soll Glutnester freilegen

Um den Brand vollständig zu löschen, müssen die Strohballen auseinandergezogen werden. Genau hier kommt ein Teleskoplader zum Einsatz. Die Ballen werden damit geöffnet und voneinander getrennt, sodass die Einsatzkräfte auch an die tieferliegenden Glutbereiche gelangen können.

Denn selbst wenn die Flammen bereits weitgehend gelöscht sind, kann das Stroh im Inneren weiterglimmen. Werden solche Bereiche nicht entdeckt und abgelöscht, besteht die Gefahr einer erneuten Entzündung.

Ensink erklärt den nächsten Schritt: „Wir müssen gleich schauen, wenn wir das mit dem Teleskop auseinanderziehen, wie schnell wir die letzten Glutnester ablöschen können, damit wir hier sicher verlassen können.“

Keine Gefahr einer größeren Brandausbreitung

Eine Ausbreitung des Feuers über den Acker stand nach derzeitigem Stand nicht im Vordergrund. Durch die bereits erfolgte Bearbeitung des Feldes war die Gefahr einer weiteren Ausbreitung deutlich reduziert.

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich deshalb darauf, die brennenden Ballen vollständig abzulöschen und mögliche Glutnester aufzuspüren. Gerade bei einem Strohballenbrand ist dieser Vorgang besonders wichtig, da sich die Hitze im Inneren lange halten kann.

Einsatz wird noch mehrere Stunden dauern

Für die Feuerwehr war bereits frühzeitig absehbar, dass der Einsatz nicht innerhalb weniger Minuten beendet sein würde. Das Auseinanderziehen, Ablöschen und anschließende Kontrollieren der zahlreichen Strohballen nimmt entsprechend Zeit in Anspruch.

„Eine Stunde, anderthalb bis zwei Stunden wird es mit Sicherheit dauern“, so Holger Ensink zur voraussichtlichen Einsatzdauer.

Erst wenn die Ballen vollständig auseinandergezogen und auch die letzten Glutnester abgelöscht sind, kann die Feuerwehr die Einsatzstelle sicher verlassen. Die Polizei hat im Zusammenhang mit dem Brand Ermittlungen aufgenommen.