5.000 Motorradfahrer zog es zur Motorrad- Demo nach Papenburg

Papenburger Motorrad-Demo mit 8.000 bis 9.000 Teilnehmern sprengte alle Erwartungen

Anlässlich der heutigen Motorrad-Demo waren für die Motorrad-Demo seitens der Behörde 1.000
Motorräder auf dem Papenburger Marktplatz zugelassen. Ob es überhaupt so viele werden
würden, darüber waren sich sicherlich nicht nur die Veranstalter Michael Netz (Surwold), Christian
Stell (Papenburg), Christoph Bartz (Rhauderfehn) und Ludger Frerlage (Oldenburg) sicher. Doch
die Zahl wurde allen Hoffnungen bei weitem übertroffen, denn trotz dauerhaften Regens waren es
am Ende um die 5.000 Biker, die es mit ihren Motorräder auf den Papenburger Markplatz zog, um
im Rahmen der Aktion der bundesweiten Initiative „Biker für Freedom“ (BifF) für ihr Recht zu
kämpfen, auch an den Wochenenden weiterhin mit ihren Motorrädern fahren zu dürfen.

Grund dafür ist die Forderung der Landeskammer an die Bundesregierung, u.a. „für besondere
Konfliktfälle Geschwindigkeitsbeschränkungen und zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an
Sonn- und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes zu ermöglichen“. Damit die Bundesregierung dieser Forderung nun nicht nachkommt, dafür gingen die Motorradfahrer auch
an diesem Kochende wieder „auf die Straße“ und das bundesweit.

Nicht nur Teilnehmer aus Papenburger Umfeld sondern teilweise bis zu 250km weite Anreisewege nahmen Motorradfahrer für ihre Teilnahme an der Kundgebung in Papenburg auf sich, wie es an den Kennzeichen aus den Landkreisen Osnabrück, Schaumburg, Hildesheim und Recklinghausen zu erkennen war. Mit 1.200 Motorräder bildeten die Teilnehmer aus Aurich und Umgebung einen großen Anteil. Über Facebook dazu aufgerufen, ließen es sich auch die dortigen Motorradfahrer nicht nehmen, an der Demo in Papenburg teilzunehmen. Dabei war es für alle teilnehmenden Motorradfahrer egal,
welchem Club sie angehörten, denn hier zählte nur eins: Präsenz zu zeigen und das als eine
geschlossenen Einheit um der Regierung zu zeigen „Wir lassen uns unser Hobby nicht nehmen!“.
Da der Papenburger Marktplatz knapp eine Stunde vor Beginn wegen Überfüllung von der Polizei
abgesperrt worden ist, stellten kurzerhand all die anderen Teilnehmer ihre Motorräder auf den
Parkflächen rund um den Marktplatz ab. Alleine das machte auf alle Anwesenden und
Vorbeifahrenden einen sehr imposanten Eindruck.

Ein Motorrad-Corso von geschätzten 800 bis 900 Motorradfahrer wurde von der Polizei bereits
auf der A31 umgeleitet. „Biker sind friedliebende Menschen“ was sich aufgrund der gut geregelten und friedvollen Ablaufes bereits bei den An- und Abfahrten, als auch während der Demonstration wiederspiegelte. Die Polizei, die während der Kundgebung präsent und war und u.a. den Verkehr regelte, musste in keinerlei Konflikte oder Unruhen einschreiten. Auf die während der Demonstration durch die Veranstalter laufend hingewiesene Einhaltung der Hygienevorschriften hielten sich die Teilnehmer die ganze Veranstaltung über, so dass es auch von dieser Seite zu keinerlei behördlichen Einschränkungen oder Abbruch der Demo kommen musste.

Die Kundgebung endete gegen 15 Uhr, wobei sich der Marktplatz aufgrund des durchgehenden
Regens recht schnell leerte. Einige Motorradfahrer ließen es sich jedoch trotzdem nicht nehmen,
sich von Papenburg direkt auf dem Weg nach Oldenburg zu machen, um auch an der dortigen,
zweitversetzenden Kundgebung gegen die beantragten Fahrverbote an Wochenenden für
Motorradfahrer teilzunehmen.

Text und Fotos: Annette Roling