73 Millionen Euro für neues Eltern-Kind-Zentrum der EUREGIO-KLINIK – Minister Dr.
Andreas Philippi überreicht Förderbescheid für zweiten Finanzierungsabschnitt
Nordhorn. Die Sicherstellung einer modernen und wohnortnahen medizinischen Versorgung
ist eine zentrale Aufgabe der Gesundheits- und Sozialpolitik. Gerade in ländlichen Regionen
wie der Grafschaft Bentheim schafft das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Gleichstellung mit einer gezielten Investitionsförderung die Voraussetzungen
für eine moderne, bedarfsgerechte und zukunftsfähige medizinische Infrastruktur.
Der Niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. An-
dreas Philippi, überreichte am Donnerstag in der EUREGIO-KLINIK einen Förderbescheid aus
dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes über 73 Millionen Euro
für den letzten Finanzierungsabschnitt der Baumaßnahme „Neubau Eltern-Kind-Zentrum,
Neustrukturierung Pflege, Prosektur und Labor“. Rund 51,1 Millionen Euro stammen aus Bun-
desmitteln, das Land beteiligt sich mit 21,9 Millionen Euro. Insgesamt beläuft sich die Investi-
tionskostenförderung auf 77 Millionen Euro.
Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hob die Bedeutung des Projekts für
die gesamte Region hervor: „Mit dieser Investition stärken wir die medizinische Versorgung in
der Grafschaft Bentheim nachhaltig. Unser Ziel ist eine moderne, leistungsfähige und wohnor-
tnahe Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Niedersachsen. Der Neubau des Eltern-
Kind-Zentrums schafft dafür beste Voraussetzungen und ist zugleich ein wichtiger Baustein für
die Zukunftsfähigkeit unserer Krankenhauslandschaft.“
Klinikgeschäftsführer Michael Kamp sieht in der Förderung einen entscheidenden Meilenstein
für die Weiterentwicklung der EUREGIO-KLINIK: „Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 90 Mil-
lionen Euro ist dieses Bauprojekt die größte Investition in der Geschichte unserer Klinik seit
der Zusammenführung der beiden Nordhorner Krankenhäuser. Die Förderung von Bund und
Land ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dieses Zukunftsprojekt realisieren zu können.
Davon profitieren künftig sowohl unsere Patienten als auch unsere Mitarbeitenden durch mo-
derne Strukturen und optimale Behandlungsbedingungen.“
Das Land Niedersachsen unterstützt die Baumaßnahme über den Krankenhaustransforma-
tionsfonds. Damit ist die EUREGIO-KLINIK die erste Klinik in Niedersachsen, die von dem neu
eingerichteten Transformationsfonds profitiert. Mit der Förderung werden die baulichen Vo-
raussetzungen geschaffen, um die medizinische Versorgung in zentralen Leistungsbereichen
langfristig an die Anforderungen einer modernen Krankenhausversorgung anzupassen. Mit
der Förderung setzt das Land seinen Kurs fort, die Krankenhausversorgung zukunftsfest aus-
zurichten und zugleich die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig zu si-
chern.
Christin Anbergen, Stabsstellenleitung Unternehmenskommunikation
EUREGIO-KLINIK Albert-Schweitzer-Straße GmbH • Albert-Schweitzer-Straße 10 • 48527 Nordhorn •
Telefon 05921 84-1014 • christin.anbergen@euregio-klinik.de
Internet: http://www.euregio-klinik.de • E-Mail: info@euregio-klinik.de
Größte Baumaßnahme seit der Zusammenführung der Nordhorner Krankenhäuser
Mit dem Neubau, der die größte Baumaßnahme seit der Zusammenführung der beiden Nord-
horner Krankenhäuser im Jahr 2007 sein wird, stellt sich die EUREGIO-KLINIK gezielt im Be-
reich der Geburtshilfe, Gynäkologie, Kinder- und Jugendmedizin sowie Intensivmedizin neu
auf. Zudem wird die Patientenunterbringung und die Labordiagnostik weiter optimiert.
Die Anforderungen an eine moderne Krankenhausversorgung haben sich ebenso weiterent-
wickelt wie medizinische Behandlungskonzepte und räumliche Anforderungen. Der Neubau
trägt diesen Entwicklungen Rechnung und schafft zeitgemäße Stationen und Funktionsberei-
che, die auf die Bedürfnisse von Patienten sowie Mitarbeitenden ausgerichtet sind.
Der Neubau umfasst eine Gesamtnutzungsfläche von 5.735 Quadratmetern auf vier Ebenen.
Im dritten Obergeschoss entstehen neue Kreißsäle, ein Sectio-OP für Kaiserschnitte sowie
eine Kinderintensivstation (Neonatologie). Das zweite Obergeschoss beherbergt eine Allge-
meinpflegestation mit 36 Betten. Durch die neue Station können die bestehenden Mehrbett-
zimmer im Bestand schrittweise reduziert werden. Im ersten Obergeschoss entsteht eine neue
Erwachsenenintensivstation mit einer Kapazität von bis zu 22 Betten für beatmungspflichtige
Patienten. Und im Erdgeschoss entstehen unter anderem Labor, Werkstatt, Technik und eine
neu eingerichtete Prosektur. Die logistische Erschließung der EUREGIO-KLINIK erfolgt zu-
künftig über einen neu eingerichteten Wirtschafts- und Logistikhof.
Landrat Uwe Fietzek begrüßt die Förderung ausdrücklich: „Diese Investition in Millionenhöhe
ist ein starkes Signal für die Menschen in der Grafschaft Bentheim. Sie stärkt unseren Ge-
sundheitsstandort nachhaltig und trägt dazu bei, dass die Menschen auch künftig auf eine
hochwertige medizinische Versorgung vor Ort zählen können. Dafür gilt dem Land Nieder-
sachsen und insbesondere Minister Dr. Andreas Philippi, der sich mit persönlichem Einsatz
und Nachdruck für die Realisierung dieses wichtigen Vorhabens stark gemacht hat, mein aus-
drücklicher Dank. Dieses Engagement für unsere Region weiß ich sehr zu schätzen.“
Ausblick
Nach Abschluss der weiteren Planungs- und Vergabeverfahren sollen zunächst vorbereitende
Maßnahmen sowie die erforderlichen Abrissarbeiten beginnen. Der Start dieser Arbeiten ist
nach aktuellem Planungsstand für Herbst 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung des Neubaus
ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Über die EUREGIO-KLINIK
Die EUREGIO-KLINIK ist zentral in Nordhorn gelegen und hat sich im Verlauf ihrer über 100-
jährigen Geschichte als Klinik der Grund- und Schwerpunktversorgung etabliert. Mit rund 1.700
Mitarbeitenden sind wir einer der größten Arbeitgeber in der Region. In unseren 13 Hauptab-
teilungen, vier Belegabteilungen, in den medizinischen Versorgungszentren und Kompetenz-
zentren versorgen wir jedes Jahr über 20.000 stationäre und rund 100.000 ambulante Patien-
ten. Dabei stehen uns 522 Betten zur Verfügung.
Text und Foto via Christin Anbergen
