Aktueller Stand der Ermittlungen: Fahrer des Unfallwagens besaß keine gültige Fahrerlaubnis – Geeste trauert um 20-jährigen Motorradfahrer
Aktueller Stand der Ermittlungen: Fahrer des Unfallwagens besaß keine gültige Fahrerlaubnis – Geeste trauert um 20-jährigen Motorradfahrer – Polizei nennt neue Erkenntnisse zum tragischen Unfall
Geeste. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag auf der Biener Straße hat die Polizei neue Erkenntnisse zum aktuellen Stand der Ermittlungen bekanntgegeben. Demnach stand der 23-jährige Fahrer des Renault Twingo, der in den Unfall verwickelt war, nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Diese Feststellung erfolgte im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen und stellt einen weiteren Baustein bei der Aufarbeitung des tragischen Geschehens dar.
Der Unfall, bei dem ein 20-jähriger Motorradfahrer sein Leben verlor, erschüttert seit dem Wochenende die gesamte Gemeinde Geeste. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern weiterhin an.
Motorradfahrer stirbt noch an der Unfallstelle
Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der 23-jährige Fahrer des Renault Twingo gemeinsam mit zwei Mitfahrern vom Parkplatz am Speicherbecken nach links auf die Biener Straße in Fahrtrichtung Lingen einbiegen. Dabei übersah er offenbar den vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer, der sich auf der Biener Straße näherte.
Es kam zu einer folgenschweren Kollision. Trotz des schnellen Eingreifens mehrerer Ersthelfer sowie der alarmierten Rettungskräfte konnte das Leben des 20-Jährigen nicht mehr gerettet werden. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.
„Mehrere Ersthelfer waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort und leisteten sofort Hilfe. Trotz aller Bemühungen kam für den 20-jährigen Motorradfahrer jedoch jede Unterstützung zu spät“, sagte Polizeisprecher Christopher Degner.
Fahrer des Renault war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis
Im Zuge der umfangreichen Unfallaufnahme stellten die Ermittler fest, dass der Fahrer des Renault Twingo keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Welche strafrechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben und welche Bedeutung dieser Umstand für das weitere Ermittlungsverfahren hat, wird nun geprüft.
Der 23-Jährige erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. Ebenso wurde ein 18-jähriger Mitfahrer schwer verletzt. Eine ebenfalls 18 Jahre alte Mitfahrerin zog sich leichte Verletzungen zu. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.
„Im Rahmen unserer Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Fahrer des beteiligten Renault Twingo nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Dieser Umstand ist Bestandteil des laufenden Ermittlungsverfahrens“, erklärte Degner.
Feuerwehr befreit eingeklemmten Fahrer
Die Freiwilligen Feuerwehren Groß Hesepe und Osterbrock waren kurz nach 2.15 Uhr mit insgesamt fünf Fahrzeugen und rund 27 Einsatzkräften zur Unfallstelle ausgerückt. Der Fahrer des Renault war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
Parallel versorgte der Rettungsdienst die Verletzten. Die Biener Straße blieb während der Rettungsarbeiten sowie der anschließenden Unfallaufnahme bis in die frühen Morgenstunden vollständig gesperrt.
Trauer weit über den Unfallort hinaus
Der Tod des 20-Jährigen hat in Geeste und der gesamten Umgebung tiefe Betroffenheit ausgelöst. Bereits am Abend nach dem Unfall versammelten sich zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene an der Unfallstelle auf der Biener Straße. Viele legten Blumen nieder, entzündeten Kerzen oder verharrten schweigend an dem Ort, an dem der junge Mann sein Leben verlor.
Die Atmosphäre war geprägt von Fassungslosigkeit und Trauer. Für viele war der Verstorbene kein Unbekannter, sondern ein Freund, Bekannter oder ehemaliger Mitschüler. Gespräche verstummten immer wieder, während Menschen still nebeneinander standen und ihrer Anteilnahme Ausdruck verliehen.
Auch in den sozialen Netzwerken ist die Anteilnahme groß. Zahlreiche Menschen sprechen der Familie und den Freunden ihr Mitgefühl aus. Die Ereignisse der Nacht beschäftigen viele Bürgerinnen und Bürger weit über Geeste hinaus.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei arbeitet weiterhin an der vollständigen Rekonstruktion des Unfallgeschehens. Dazu werden Spuren ausgewertet, Zeugenaussagen geprüft und sämtliche Erkenntnisse zusammengeführt.
Zum jetzigen Zeitpunkt handelt es sich um den aktuellen Stand der Ermittlungen. Weitere Ergebnisse werden von der Polizei bekanntgegeben, sobald sie vorliegen.
Hier die Originalinformationen der Polizei:
