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Ambührener Rotbuche gefällt: Pilz wucherte bis in die Krone

Als der fast 1,60 Meter dicke Stamm am Boden lag, sahen die Experten ihre dringende Empfehlung zur Fällung mehr als deutlich bestätigt: Der imposante Baumstamm vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Ambühren war innen weitgehend von einem Pilz durchsetzt und damit praktisch morsch.

Das Team des städtischen Bauhofes hatte bei seinen regelmäßigen Baumkontrollen mehrere alte Rotbuchen im Stadtgebiet als stark gefährdet eingeschätzt. Ein externes Sachverständigenbüro untersuchte die Bäume u.a. mit Schalltomografien und Bohrwiderstandsmessungen. Die Ergebnisse waren eindeutig und bestätigten die Befürchtungen der stadteigenen Fachleute.
Vor allem bei der ortsbildprägenden Buche vor dem Ambührener Dorfgemeinschaftshaus: Ein Brandkrustenpilz wucherte im Inneren des Stammes und zwar mehrere Meter hoch. Bis auf einen äußeren Ring von knapp zehn bis zwölf Zentimetern hatte der Baum kein tragfähiges Holz mehr. Damit war die Standsicherheit des wohl rund 130 Jahre alten Baumes akut gefährdet.
Wie groß die Gefahr tatsächlich wahr, wurde am Montag sichtbar, als die Forst-Spezialisten der Firma Ostendorf mit großem Gerät anrückten und zunächst die Krone Stück für Stück herunterholten: Sogar die Schnittfläche knapp unterhalb der Hauptgabelung hoch oben in der Krone zeigte deutliche Pilz-Zersetzungen, die schon den Teilungspunkt der beiden schweren Hauptkronenäste angegriffen hatten. Heißt: Selbst wenn sich der Stamm unten noch eine Weile gehalten hätte – schon der nächste Sturm hätte die Krone zerbrechen können und dann wären diese tonnenschweren Bruchstücke unkontrolliert herunter gestürzt.
Diese Gefahr ist nun gebannt. Die maroden Stamm-Abschnitte und die zerlegte Krone wurden in Containern abgefahren und werden zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Der verbliebene Wurzelteller im Rasen wird noch etwa 40 Zentimeter tief ausgefräst und dann mit Erde verfüllt. Ein paar Meter weiter auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses soll dann wieder ein neuer hochstämmig wachsender Jungbaum gepflanzt werden.
An der Vahrener Straße und auf der Bether Höhe wurden am Montag noch zwei Buchen gefällt, die ebenfalls durch Fäulnis und/oder Pilzbefall umsturzgefährdet waren. Zwei weitere werden im Laufe dieser Woche an der Vahrener Straße und „Am Galgenmoor“ entnommen. Eine noch nicht so stark pilzgeschädigte Eiche am Höltinghauser Weg bekommt noch eine Chance: Wurzelanker und andere Stabilisierungsmaßnahmen sollen den Baum sichern. Ob das reicht, wird engmaschig beobachtet.

Alle Fotos via Stadt Cloppenburg und auch der Text via Stadt Cloppenburg – Fotos: @Stadt Cloppenburg/Westerkamp