Auftaktveranstaltung „Soziale Dorfentwicklung“ in der Dorfregion Dersum-Kluse-Walchum

Steinbild. – Die Auftaktveranstaltung zur Sozialen Dorfentwicklung Dersum-Kluse-Walchum war ein voller Erfolg. Dieses positive Fazit zogen die Bürgermeister Hermann Borchers (Kluse), Hermann Coßmann (Dersum) und Alois Milsch (Walchum).

Die Akteure der Sozialen Dorfentwicklung in Dersum, Kluse und Walchum freuen sich über die gelungene Auftaktveranstaltung. Foto: Angelika Oelsner / SG Dörpen
Die Akteure der Sozialen Dorfentwicklung in Dersum, Kluse und Walchum freuen sich über die gelungene Auftaktveranstaltung. Foto: Angelika Oelsner / SG Dörpen

Fast 200 Bürger aus der gesamten Dorfregion mit den sechs Ortsteilen Ahlen, Steinbild, Dersum, Neudersum, Walchum und Hasselbrock waren ins Niedersachsenhaus nach Steinbild gekommen, um sich über den Ablauf und die Möglichkeiten der Sozialen Dorfentwicklung zu informieren.  

Die Gemeinden Dersum, Kluse und Walchum waren im Herbst vergangenen Jahres in das Modellprojekt der „Sozialen Dorfentwicklung“ aufgenommen worden. Kern des Modellprojektes ist eine sehr intensive Bürgerbeteiligung. So soll mit möglichst vielen Bürgern gemeinsam eine Vorstellung davon entwickelt werden, wie sie sich die Zukunft der Dörfer vorstellen und durch welche Projekte die Zukunft gestaltet werden kann. Wichtige Fragen sind in diesem Zusammenhang „wie schaffen wir es, dass junge Menschen in den Dörfern bleiben beziehungsweise wieder zurück kehren“ und „wie schaffen wir es, dass sich die Menschen bis ins hohe Alter in den Dörfern wohlfühlen können“.

Auf die Dringlichkeit, dem demographischen Wandel begegnen zu müssen, machte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken aufmerksam und untermauerte seine Impulse durch einen anschaulichen Filmbeitrag. „Für unsere Dörfer Dersum, Kluse und Walchum ist die Ausgangslage zur Bearbeitung dieser Zukunftsfragen sehr gut, denn wir können sie aus einer Position der Stärke heraus miteinander gestalten. Zu unseren Stärken zählen eine immer noch recht gesunde Vereinslandschaft und vielfach noch funktionierende Nachbarschaften“, betonte Wocken.

Während der Auftaktveranstaltung formulierten die Bürgermeister Borchers, Coßmann und Milsch visionäre Leitideen zu den Themen Alterung, Vernetzung und Digitalisierung sowie die zukünftige Attraktivität der Wohnorte und Lebensräume.

Das Team des Planungsbüros Regionalplan & uvp mit Geschäftsführer Peter Stelzer, Carla Stelzer und Jörn Thiemann moderierte die Veranstaltung und erläuterte durch erfolgreiche Beispiele aktiver Dörfer im Umfeld, welche weitreichenden Möglichkeiten dieser Dorfregion geboten werden. Zu den zahlreichen Ideen gehört zum Beispiel die Planung einer ersten gemeinsamen, Dorfregion-verbindenden Auftaktfeierlichkeit im Sommer. 

Sylvia Backers vom Amt für regionale Landentwicklung erklärte den Vorteil der Sozialen Dorfentwicklung: „Sie kriegen viel mehr als die klassische Dorferneuerung bietet. Es geht hier weit über die reinen investiven Projekte hinaus“. Selbstverständlich könne es zur Umsetzung der Maßnahmen Fördermittel geben. Neu an der Sozialen Dorfentwicklung sei die Moderation der Dorfgespräche. Wichtig für die Soziale Dorfentwicklung sei vor allem die Beteiligung einer breiten Bevölkerungsschicht. Sie sichere langfristig und nachhaltig den Dorfcharakter, so Backers.

Beratend wird das Team des Planungsbüros in der kommenden Zeit zur Verfügung stehen und mittels Dorfgesprächen, Küchentischgesprächen oder auch Workshops wichtige Impulse der Bürgerinnen und Bürger koordinierend aufgreifen.

Es komme auf die Beteiligungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger an, erklärte ein Bürger am Ende der Versammlung und fasste damit das Kernelement der „sozialen Dorfentwicklung“ noch einmal zusammen.Bildunterschrift:

Foto:

SG Dörpen / Angelika Oelsner 

Text: Samtgemeinde Dörpen