Baum des Jahres als Weihnachtsgeschenk für Familienzoo
Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG), Naturschutzstiftung Grafschaft
Bentheim und Untere Naturschutzbehörde pflanzen Baum des Jahres 2025
Es ist inzwischen eine sehr willkommene Tradition zum Ende eines jeden Jahres.
Bereits zum sechsten Mal hat die Regionalgruppe Emsland-Grafschaft Bentheim der
Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) nun einen „Baum des Jahres“ am
Baumpfad des Nordhorner Tierparks gepflanzt. Baumspender in diesem Jahr ist die
Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Unteren
Naturschutzbehörde. Der Geschäftsführer der Stiftung, Paul Uphaus, und Roberto
Goncalves, Leiter der Abteilung Umwelt des Landkreises Grafschaft Bentheim,
pflanzten zusammen mit Zoodirektor Dr. Nils Kramer, Johanna Feldmann von der
regionalen DDG-Gruppe und dem Garten- und Landschaftsbaumeister des Zoos,
Jörg Zwafink, eine Amerikanische Roteiche in die Erde.
„Wir freuen uns, den Besuchern mit der Roteiche nun bereits den sechsten „Baum
des Jahres“ an unserem kleinen Baumlehrpfad zeigen zu können,“ so
Tierparkdirektor Dr. Nils Kramer. „Ich bin sehr froh über die Verbindung mit der
regionalen DDG-Gruppe und wünsche mir, dass diese Pflanzaktionen noch über
Jahre weitergeführt werden können!“ Um die Zoobesucher auf die „Bäume des
Jahres“ hinzuweisen, werden entsprechende Schilder an den gespendeten Bäumen
angebracht. In diesem Jahr nahm stellvertretend für die Sprecherin der
Regionalgruppe der DDG, Ulla Feldmann, ihre Enkeltochter Johanna an der
Baumpflanzaktion teil. Die junge Frau wohnt in Emsbüren und studiert im 6.
Semester Forstbotanik an der Universität Göttingen. Sie zeigte sich sehr erfreut über
die Bildungsarbeit des Zoos an dieser Stelle: „Der Tierpark wird vor allem von
Familien und Schulklassen stark besucht. So wird der „Baumlehrpfad“ sicher auf
Interesse stoßen und hoffentlich zur Verbreitung der aus gutem Grund
ausgewählten Baumarten sorgen!“
„Ich freue mich sehr, dass wir als Abteilung Umwelt gemeinsam mit der
Naturschutzstiftung den Baum des Jahres 2025 hier im Tierpark unterstützen
können“, erklärt Roberto Goncalves, Leiter der Abteilung Umwelt des Landkreises
Grafschaft Bentheim. „Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels stellen
unsere Wälder vor große Herausforderungen. Mit gezielten Pflanzungen möchten
wir ein Zeichen setzen und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, wie wichtig
klimaresiliente Baumarten für die Zukunft unserer Region sind.“
„Auch im kommenden Jahr stehen wir als Baumpaten für den Baum des Jahres
2026, die Zitterpappel, bereit“ ergänzt der Geschäftsführer der Naturschutzstiftung
Paul Uphaus. Wir freuen uns mit dem Beitrag eine gute Tradition hier am Baumpfad
im Tierpark fortzuführen und so auf die Bedeutung von Wäldern im Klimawandel
hinweisen zu können.“
Fit für dem Klimawandel
Die Amerikanische Roteiche (Quercus rubra), auch Amerikanische Spitzeiche
genannt, besticht im Herbst durch eine intensive Laubfärbung und bringt somit ein
wenig „Indian-Summer-Feeling“ in unsere Landschaft. Aber nicht nur ihr hübsches
Herbstlaub macht die Roteiche so besonders. Dank ihrer robusten Wuchsform und
der Fähigkeit, auch in wechselhaften klimatischen Bedingungen zu wachsen, ist die
Amerikanische Roteiche besonders gut geeignet, sich an die Herausforderungen
des Klimawandels anzupassen. Sie wird daher in Zukunft eine wichtige Rolle in der
nachhaltigen Bewirtschaftung spielen.
Ein kurzes Portrait
Die Amerikanische Roteiche ist ursprünglich in den östlichen und zentralen
Vereinigten Staaten sowie in Teilen Kanadas heimisch. Nach Europa kam sie
Anfang des 18. Jahrhunderts. Roteichen zeichnen sich durch ihre hohe
Wuchsleistung aus und erreichen Wuchshöhen von bis zu 35 m.
Sie sind schädlingsresistenter als heimische Eichenarten und fühlen sich auch im
städtischen Klima wohl. In den auf sandigen Böden stehenden Kiefernkulturen
sollen sogenannte Feuerriegel das flächige Waldbrandrisiko mindern. Diese
Feuerriegel werden mit Roteichen bepflanzt, da ihr Laub schwer entzündlich ist,
wodurch ein Ausbreiten von Flammen über die Baumkronen eingeschränkt werden
kann. Gleichzeitig kann die Roteiche nach einer Schädigung durch Feuer schnell
wieder austreiben, was sie wertvoll für die Wiederbewaldung nach einem Feuer
macht. Durch diese positiven Eigenschaften und vor dem Hintergrund
klimawandelbedingter Umweltveränderungen könnte die Roteiche als Teil
klimarobuster Baumartenmischungen also künftig eine wichtige Rolle spielen.
text: Tierpark Nordhorn
Foto: Franz Frieling
