Bedroom Crimes – Oren Lavie

Oren Lavie ist seit seinem erfolgreichen Videoclip „Her Morning Elegance“ 2009 in aller Munde gewesen. Für dieses Video gab es sogar eine Grammy Nominierung. Doch wer ist er, wer ist dieser Mann, der es schafft, mit „Bedroom Crimes“ Kriminalfälle in unsere Schlafzimmer zu bringen?

Oren Lavie ist 40 Jahre und kommt aus Tel Aviv. Genau dort befindet sich auch sein Tonstudio, in dem „Bedroom Crimes“ entstanden ist. In dem Tonstudio befindet sich als einziges Instrument ein Klavier. Und genau das ist es, was den Hörer an Oren Lavie faszinieren wird. Das Klavierspielen in Zusammenklang mit seiner Stimme. Aber war das schon immer so?

Nein, Oren Lavie ist Komponist, Regisseur und Sänger, aber Sänger erst seit seinem letzten Album. Im Vorfeld hat er für andere komponiert und die Songs geschrieben. Aber der Durchbruch kam vor circa zehn Jahren mit seinem ersten Album „The Opposite Side Of The Sea“. Und nun kommt „Bedroom Crimes“.

In „Bedroom Crimes“ lässt der Sänger und Songwriter einen in die Schlafzimmer anderer blicken. Jedoch ist jedes seiner elf Stücke ein Unikat. Das, was jeder an Geheimnissen hat, behält man meistens für sich. Nichts dringt an die Oberfläche, wenn man es nicht möchte, und genau das ist es – die meisten Dinge von Personen bleiben im Verborgenen – nämlich unter der Bettdecke. Niemand spricht einige Sachen aus, die vielleicht ausgesprochen werden sollten. Somit entstehen dann „Bedroom Crimes“.

Im Schlafzimmer, da wo weiße Vorhänge das liebliche Dasein der Menschen widerspiegeln sollen, liegen aber meistens Hass, Eifersucht und Angst begraben. Diese nutzt Oren Lavie in seinen Liedern aus und kann es gekonnt einsetzen.

Im ersten seiner Lieder hat er sich die Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis dazu geholt. Sie bringt mit ihrer unverwechselbaren Stimme in „Did you really say no?“ die Frage auf, die sich viele stellen. Es geht in dem Song um das Missverstehen von Wünschen und die damit auch eventuell begangenen Zuwiderhandlungen. Der Sound und die Stimmen haben dahingehend etwas Mystisches, Kriminelles und auch etwas Unheimliches.

Oren Lavie – „Bedroom Crimes“ – ein persönliches Fazit

Als ich mir die CD das erste Mal angehört habe, musste ich mir selber die Frage stellen: „Ist das denn Deine Musik?“ und auch nach dem zweiten Durchgang überzeugte mich die Musikrichtung nicht wirklich. Aber dennoch ist es ein Album, welches zum weiteren Anhören animiert.

Die verschiedenen elf Stücke scheinen klangmäßig auf einer Ebene zu liegen, so dass man einen leicht melancholischen Eindruck gewinnen könnte. Zudem ist es so, dass man schon sehr auf die Texte achten muss, um einen Zusammenhang zu verstehen. Aber genau das ist natürlich auch von Oren Lavie gewollt.

„Bedroom Crimes“ ist ein Album, was man mögen kann, aber nicht muss. Man muss sich drauf einlassen und ich muss ganz klar sagen, es wird nicht der Geschmack von jedem sein. Natürlich sind die Fans von Oren Lavie recht begeistert von seinem zweiten Werk, aber wie schon erwähnt, man muss diese Art der Musik mögen.

Oren Lavie schafft es mit „Bedroom Crimes“ mit elf Geschichten, also Songs, viele Hörer in seinen Bann zu ziehen und perfektioniert das Ganze mit der Zugabe seines Grammy nominierten Songs „Her Morning Elegance“.

Man muss sagen, es ist außergewöhnlich: ein Künstlers, der es schafft, nur mit einem Klavier und seiner Stimme viele Höhrer in seinen Bann zu ziehen.

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