Beeindruckende Erfolge für das Gymnasium Nordhorn: Landes- und Bundespreise beim Europäischen Wettbewerb
„Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ Unter diesem Motto stand die 73. Runde des Europäischen Wettbewerbs, an dem sich 74.938 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland beteiligt haben. Darunter befanden sich auch die Klassen 8D und 8E des Gymnasiums Nordhorn, die sich in den Fächern Geschichte und Kunst mit der Europäischen Menschenrechtskonvention auseinandergesetzt haben. Das Ergebnis ihrer Projektarbeit: ein digitaler Adventskalender, der nicht nur mit einem niedersächsischen Landespreis prämiert worden ist, sondern von der Bundesjury sogar die Auszeichnung „Beste Arbeit“ in der Kategorie Text (Sonderaufgabe) erhalten hat. In der Pressemitteilung heißt es dazu:
„Was hat ein digitaler Adventskalender auf der Homepage des Gymnasiums Nordhorn mit dem 75. Jubiläum der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMK) zu tun? Tja, das fragt man sich! Weihnachten kennen wohl alle, aber die Europäische Menschenrechtskonvention? Eine schulinterne Umfrage der Klassen 8D und 8E zeigte deutlich: Hier war Aufklärung gefragt. Also machten sich 47 Schülerinnen und Schüler an die Arbeit. Im Rahmen eines fächerübergreifenden Geschichts- und Kunstprojekts gestalteten sie einen beeindruckenden Adventskalender, der die verschiedenen Artikel der EMK anschaulich erklärt. Ausgangspunkt war die Beschäftigung mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte im Zuge der Französischen Revolution im Geschichtsunterricht – ein idealer Anlass, Geschichte mit Gegenwart zu verknüpfen. Das Besondere an diesem Adventskalender: Die Jugendlichen beließen es nicht bei einer bloßen Auflistung der einzelnen Artikel der EMK. Vielmehr beleuchtete jeder Beitrag auf kreative und informative Weise sowohl Erfolge als auch aktuelle Probleme in der europäischen Menschenrechtspolitik. Der Gemeinschaftscharakter des Projekts schloss die Individualität nicht aus – im Gegenteil: Jede und jeder Einzelne setzte das Thema auf eigene Weise um individuell um (sic!) und gab so dem Gesamtwerk seinen ganz eigenen Akzent. Es entstand eine beeindruckende Vielfalt aus Texten, Bildern und multimedialen Beiträgen. Und hinter jedem Türchen verbarg sich eine Überraschung! Nun wissen wir, was ein Adventskalender mit der Europäischen Menschenrechtskonvention zu tun haben kann!“ (Quelle: https://www.europaeischer-wettbewerb.de/kuenstler-kollektiv-concordia/)
Der Preis für diese herausragende Projektarbeit kann sich sehen lassen: Zusätzlich zu einer Trophäe dürfen sich die beiden Klassen über einen Geldpreis in Höhe von 250 Euro sowie über einen Büchergutschein (Wert: 100 Euro) freuen. Letzterer soll dem im Entstehen begriffenen „LernQuartier“ gespendet werden, so dass die gesamte Schulgemeinschaft profitiert.
Das kuenstler.kollektiv.concordia war jedoch nicht der einzige Gewinner vom Gymnasium Nordhorn. Ebenfalls mit einem Landespreis ausgezeichnet wurde die bildnerische Arbeit von Lena Grotefendt, die im Rahmen des Themas „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ eine Vision zukünftigen Wohnens in Europa schuf. Lina Edelwein, Marie Simons und Marla Strootmann wiederum erhielten für ihr ausdrucksstarkes Bild zum Thema „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ sowohl einen Landes- als auch einen Bundespreis, der sie auf Einladung der Bundestagspräsidentin, Frau Julia Klöckner, für vier Tage nach Berlin führen wird. Beide Beiträge sind im Rahmen des Seminarfachs sf2 (Jahrgangsstufe 12) entstanden.

Text und Foto via Kerstin Wörsdörfer
