Bewerbung um Modellprojekt in Nordhorn abgeschickt

Nordhorn. Die Stadt Nordhorn hat ihre Bewerbung um ein Modellprojekt gemäß Corona-Schutzverordnung fristgerecht beim Land Niedersachsen eingereicht. Sollte die Bewerbung Erfolg haben, könnte das Projekt voraussichtlich am 29. April 2021 anlaufen.

Das Nordhorner Konzept sieht vor, im dreiwöchigen Projektzeitraum die Geschäfte und Gastronomiebetriebe auf der Vechteinsel sowie die Kultureinrichtungen Konzert- und Theatersaal, Kulturzentrum Alte Weberei und UCI-Kino zu öffnen. Mit dem Nordhorner „Vechte-Pass“ sollen negativ getestete Personen einen Tag lang Zugang  zu den genannten Bereichen erhalten. Die Kontaktnachverfolgung per Luca-App soll ebenfalls Grundvoraussetzung sein, um die Angebote nutzen zu können. Für Menschen ohne Smartphone soll es alternative Lösungen geben.

„Wir möchten mit dem Modellprojekt unter Beweis stellen, dass Einkaufen, Restaurantbesuche und Kulturerlebnisse mit den entsprechenden Konzepten auch in der Corona-Pandemie sicher möglich sind“, sagt Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling. „Wenn das Projekt auf der Vechteinsel erfolgreich ist, könnte das auch für das übrige Stadtgebiet und für andere Städte und Gemeinden ein geeigneter Weg sein, unabhängig von Inzidenzwerten wieder mehr Normalität in unserem Leben zuzulassen.“

Während des Projektzeitraums will die Stadt Nordhorn intensive Kontrollen durchführen. Wissenschaftlich soll das Projekt von der Hochschule Osnabrück, Standort Lingen begleitet werden. Auch anonymisierte Daten vom Gesundheitsamt des Landkreises Grafschaft Bentheim sollen in die Untersuchungen einfließen, um den Erfolg des Modellversuchs zu bewerten.

Nordhorns Kulturreferatsleiterin Kerstin Spanke hat das Konzept federführend erarbeitet und die Bewerbung erstellt. Aus ihrer Sicht ist Nordhorn als Modellkommune besonders gut geeignet: „Wir haben durch die Vechteinsel ein klar umgrenztes Projektgebiet, in dem sich bei Bedarf die Besucherströme gut steuern lassen. Wir haben zentral gelegene Schnelltestzentren, deren Kapazitäten sich noch erweitern lassen. Und wir haben viel Kundschaft von außerhalb, vor allem aus den Niederlanden. Das dürfte das Nordhorner Projekt auch grenzüberschreitend interessant machen.“ Spanke lobt auch die schnelle und kooperative Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung sowie mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim, dem VVV-Stadt- und Citymarketing e.V., der Dehoga, den Testzentren und der Hochschule Osnabrück: „Dass wir innerhalb so kurzer Zeit ein so stimmiges Konzept auf die Beine stellen konnten, ist nur durch ganz viel gebündeltes Engagement möglich gewesen“, freut sich Spanke.

Insgesamt 25 Modellprojekte will die Landesregierung auf ganz Niedersachsen verteilt zulassen. In der jüngsten Version der Corona-Schutzverordnung hat sie enge Vorgaben gemacht und eine sehr kurze Bewerbungsfrist bis zum heutigen Mittwochabend gesetzt. Spanke und Berling hoffen nun, dass es ebenso kurzfristig eine Rückmeldung aus Hannover gibt, ob das Nordhorner Projekt angenommen wurde.

Hoffen auf eine baldige Rückmeldung der Landesregierung zum Modellprojekt: Nordhorns Kulturreferatsleiterin Kerstin Spanke und Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn
Hoffen auf eine baldige Rückmeldung der Landesregierung zum Modellprojekt: Nordhorns Kulturreferatsleiterin Kerstin Spanke und Bürgermeister Thomas Berling. Foto: Stadt Nordhorn

Text und Foto: Stadt Nordhorn