bp Raffinerie modernisiert ihre Feuerwehrtechnik – Großbrandbekämpfungssystem und neuer Rüstwagen im Dienst

Lingen (Ems), im Nov. 2020 – Zur Modernisierung der Feuerwehrtechnik erhielt
die Werkfeuerwehr der bp in Lingen jüngst einen neuen Rüstwagen-Kran (RW-K)
sowie ein Großbrandbekämpfungssystem. Ein 32-köpfiges Team um Martin
Hamfeld, Leiter der Werkfeuerwehr, ist für die Gefahrenabwehr auf dem
gesamten Gelände der bp in Lingen zuständig. Stationiert ist die Werkfeuerwehr
in der neuen Feuerwache an der Waldstraße 145. Hier befinden sich mindestens
sieben hauptamtliche Kräfte der Werkfeuerwehr rund um die Uhr im Dienst. Zu
etwaigen Einsätzen rückt in der Regel eine sogenannte Löschstaffel aus,
bestehend aus einem Einsatzleiter und fünf Feuerwehrkräften. Eine weitere Kraft
besetzt als Disponent die eigene Feuerwehrleitstelle.

Neue Technik aus Österreich und den Niederlanden
Von der Firma Empl aus Österreich wurde vor kurzem ein neuer Rüstwagen an
die Werkfeuerwehr ausgeliefert. Als „rollende Werkzeugkiste“ bezeichnet ihn
Wachabteilungsleiter Andree Kues, der für die Konzipierung und Anschaffung
des Wagens verantwortlich war: „Der Rüstwagen wird bei uns für die
Menschenrettung und zur technischen Hilfeleistung eingesetzt. Dabei
übernimmt der Ladekran am Heck des Fahrzeugs mit einer möglichen Ausladung
von mehr als 17 Meter einen wichtigen Part. Er kann gut 900 kg Last bewegen
und mit der Seiltechnik oder dem mitgeführten Krankorb bei der Rettung aus
Höhen und Tiefen wertvolle Dienste leisten.“

45.000 Liter in der Minute
Aus den Niederlanden wurde im letzten Jahr ein neues
Großbrandbekämpfungssystem geliefert, das aus drei großen Bestandteilen
besteht: Zur Wasserförderung dient eine Hochleistungspumpe mit einer
Förderleistung von bis zu 45.000 Liter in der Minute. Um Löschwasser an
Einsatzstellen transportieren zu können, wurde ergänzend ein
Schlauchverlegesystem angeschafft. In einem Abrollbehälter integriert, können
rund 1.600 Meter Schlauchleitung in wenigen Minuten verlegt werden. Der Clou:
Nach dem Einsatz nimmt das System die gesamte Schlauchleitung automatisiert
wieder auf. Um das Löschmittel am Brandherd abgeben zu können, dient der
neue Schaum-Wasserwerfer, der auf einem speziellen Anhänger montiert
wurde. Dieser garantiert den sicheren Stand bei der Abgabe des Löschmittels.
Ein wichtiger Aspekt, da in der Minute 45.000 Liter bis zu 130 Meter weit in den
Brandherd abgegeben werden können.

Ausblick
Noch in diesem Jahr soll ein weiteres Fahrzeug an die Werkfeuerwehr
ausgeliefert werden. Ebenfalls in Österreich gefertigt, ersetzt das sogenannte
Universallöschfahrzeug ein 23 Jahre altes Großtanklöschfahrzeug. Da alle zur
Verfügung stehenden Löschmittel – von Wasser über Schaummittel bis hin zu
Pulver und Kohlendioxid – auf dem Fahrzeug mitgeführt werden, wird auch
dieses Fahrzeug eine entsprechende Größe haben. Als Besonderheit wird bei bp
in Lingen erstmals ein Löscharm auf dem Fahrzeug montiert. Dieser schafft die
Möglichkeit, Löschwasser oder Schaum in einer Höhe von bis zu 25 Meter
mittels eines Werfers mit einer Leistung von bis zu 4.000 Liter in der Minute
abzugeben.
„Mit diesen Neuanschaffungen präsentiert sich die Werkfeuerwehr auf einem
hochmodernen Stand“, so der Leiter der Werkfeuerwehr, Martin Hamfeld.
Profiteur sei neben der Raffinerie die gesamte Region: Auf Anforderung der
Leitstelle unterstützt die Werkfeuerwehr auch bei externen Brandeinsätzen – so
z.B. beim Moorbrand bei Meppen oder jüngst als Unterstützung der Feuerwehr
Bawinkel bei der Leckage an einem Dieseltank einer Baumaschine. Auch der
Rettungsdienst wird bei Einsätzen in der Nachbarschaft regelmäßig vom
Rettungswagen der bp Werkfeuerwehr unterstützt.

Text und Foto: BP