Breitband- und Mobilfunkversorgung: Hohes Lob für Engagement der Grafschaft

Bei einem Besuch im Nordhorner Kreishaus informierte sich Staatssekretär Stefan Muhle aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung über Planungen und Fortschritte in den Themenbereichen Breitband- und Mobilfunkversorgung. Landrat Friedrich Kethorn stellte die umfangreichen Aktivitäten des Landkreises zum Breitbandausbau vor. Darunter das derzeit laufende erste Ausbauprojekt mit der Breitbandgesellschaft Grafschaft Bentheim in der Niedergrafschaft. Dort geht es um den Anschluss von über 4.000 Haushalten. Das Freischalten der ersten Anschlüsse wird am 1. April 2019 erfolgen.

Landrat Friedrich Kethorn und Staatssekretär Stefan Muhle. Foto: Landkreis Emsland
Landrat Friedrich Kethorn und Staatssekretär Stefan Muhle. Foto: Landkreis Emsland

Auch die weiteren Projekte für die unterversorgten Gebiete in Schüttorf und Nordhorn sowie die Niedergrafschaft mit insgesamt noch einmal rund 4.000 Haushalten wurden dem Staatssekretär erläutert. Muhle lobte dieses besondere Engagement des Landkreises. Er und Landrat Kethorn waren sich einig, dass eine flächendeckende Versorgung mit digitaler Infrastruktur eine Grundvoraussetzung für die künftige Regionalentwicklung und vor allem die wirtschaftliche Entwicklung ist. Gerade im ländlichen Raum bestehe noch erheblicher Handlungsbedarf.

Landrat Kethorn warb nachdrücklich für eine verlässliche Förderung dieser Projekte durch das Land Niedersachen: „Unser Ziel ist es, die Menschen und die Betriebe im Landkreis flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen. Das gelingt uns nicht ohne eine verlässliche Förderung.“ Besprochen wurde ebenso die problematische Situation im Mobilfunk. Landrat Kethorn stellte dabei heraus, dass die Grafschaft Bentheim schon sehr frühzeitig auf die Probleme in der Mobilfunkversorgung hingewiesen habe. Gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden sei der Anspruch deutlich formuliert worden, dass Sprachtelefonie (2G) und eine Datenversorgung über Mobilfunk (4G) im gesamten Landkreis lückenlos funktionieren müsse. Hier sei bis heute zu wenig passiert.

Der Landrat begrüßte jedoch, dass das Land sich nun im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie für zuständig beim flächendeckenden Mobilfunkausbau erklärt habe. Staatssekretär Stefan Muhle äußerte Verständnis gerade im Hinblick auf die Sondersituation mit der Grenzlage zu den Niederlanden. Entlang der deutsch-niederländischen Grenze gebe es auffallend große Versorgungslücken. Für diesen Bereich versprach Muhle zeitnah eine Initiative zur Schließung dieser Lücken.

Text und Foto: Landkreis Emsland