Damit der Schulstart für alle Kinder gelingt: Arbeitskreis optimiert Zusammenarbeit zwischen Kitas und Schulen
Der Wechsel von der Kita in die Schule ist für Kinder wie Eltern ein großer Schritt. Damit dieser Übergang gelingt, haben die Stadt Cloppenburg, Kitas und Grundschulen ein neues Konzept entwickelt, das allen Beteiligten mehr Sicherheit und Orientierung geben soll.
Die Einschulung ist für jedes Kind ein großer Einschnitt – und oft auch eine emotionale Herausforderung. Die vertraute Umgebung, die Bezugspersonen und der gewohnte Tagesrhythmus bleiben zurück, neue Regeln, Erwartungen und Strukturen kommen hinzu. Auch Eltern erleben diese Phase mit gemischten Gefühlen: Sie wünschen sich, dass ihr Kind gut ankommt, Freunde findet, den Unterricht meistert – und sorgen sich zugleich, ob der Übergang gelingt.
Damit dieser Start künftig noch besser gelingt, hat die Stadt Cloppenburg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kitas und Grundschulen die Zusammenarbeit für die Übergangsgestaltung vertieft. Ziel ist es, alle Kinder im letzten Kitajahr bestmöglich auf den Schulbeginn vorzubereiten und mögliche Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen.
Bislang gab es in Cloppenburg nur Kooperationen zwischen einzelnen Kindertagesstätten und Grundschulen. Stadtweit einheitliche Strukturen fehlten jedoch – nicht zuletzt, weil die 17 Kitas Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet aufnehmen, während die sieben Grundschulen in ihren jeweiligen Einzugsgebieten arbeiten. Die gute Vorschularbeit der Kitas wird nun durch zusätzliche Verfahren ergänzt und intensiviert.
Die Überprüfung des Entwicklungsstandes findet jeweils im Herbst in der vertrauten Umgebung der Kinder in der Kita statt. Jede Einrichtung arbeitet dabei mit einer festen Kooperations-Grundschule zusammen, die sie fachlich begleitet. Anhand der Ergebnisse können mögliche Förderbedarfe frühzeitig festgestellt und gezielte Maßnahmen bereits vor dem Schulstart eingeleitet werden.
Sollte ein Kind später nicht an der Kooperationsschule, sondern an einer anderen Grundschule eingeschult werden, stimmt sich Kooperationsschule mit der zukünftigen Schule ab. Damit wird sichergestellt, dass jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht – unabhängig davon, an welcher Schule es eingeschult wird.
„Jede Kita hat künftig eine Grundschule als feste Partnerin – und niemand steht allein da“, erklärt Tanja Abeln aus dem Fachbereich Familie, Bildung und Soziales in der Stadtverwaltung. „Das sorgt für klare Strukturen, für Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit und vor allem für Transparenz – für Eltern, Erzieherinnen und Lehrkräfte gleichermaßen.“
Ingo Götting, Leiter der Grundschule St. Andreas und Sprecher der Cloppenburger Grundschulen, appelliert an die Eltern, ihre Kinder frühzeitig anzumelden und den Austausch mit Kita und Schule zu suchen: „Wenn alle Beteiligten frühzeitig miteinander reden, können wir viel bewirken. Dann starten die Kinder gut vorbereitet – und mit Freude – in diesen neuen Lebensabschnitt.“ Das neue Konzept soll den Übergang von der Kita in die Schule für alle Beteiligten einfacher, verlässlicher und transparenter machen – damit der erste Schultag nicht mit Sorgen, sondern mit Neugier und Vorfreude beginnt.

Text und Foto: Stadt Cloppenburg
