Dem „Sporthafen“ ein Stück näher – Am Areal rund um das Hallenbad und dem Emspark-Stadion wird weitergearbeitet

Haren (Ems). Schon das im vergangenen Jahr fertiggestellte Emspark-Stadion mit seinen blauen Laufbahnen lässt einen Zusammenhang zur Schifferstadt Haren erkennen. Mit dem Neubau des Harener Hallenbades soll das gesamte Quartier architektonisch zu einem „Sporthafen“ umfunktioniert werden. Um für den geplanten Neubau des Hallenbades Platz zu schaffen, muss das jetzige Wellenfreibad, das bereits seit einigen Jahren außer Betrieb genommen wurde, nun zurückgebaut werden. „Wir haben uns darauf verständigt, dass das jetzige Hallenbad während der Bauzeit weiterhin geöffnet bleibt, daher wird eine Teilfläche des Freibades für den Neubau benötigt“, erläutert Harens Bürgermeister Markus Honnigfort diesen Schritt. Der Abriss des Freibades ist von der Ingenieurgesellschaft Lindschulte aus Meppen detailliert vorbereitet worden. Von der Grundlagenermittlung über die Risikoanalyse und der Erstellung eines Rückbau- und Entsorgungskonzeptes bis hin zur Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, hat das Ingenieurbüro die Stadtverwaltung tatkräftig unterstützt. Da der Abriss ebenfalls mit der Bodenschutz- und der Wasserbehörde des Landkreises Emsland abgestimmt wurde, kann der Abriss nun beginnen. Noch bis Anfang Juli wird die Firma Knoll GmbH & Co.KG aus Haren mit dem Abriss des Wellenfreibades und der Wiederherstellung des Geländes beschäftigt sein. Dabei wird zunächst das Gelände entsprechend vorbereitet. Danach werden die eigentlichen Abbruchmaßnahmen durchgeführt und zum Schluss das Material mit speziellem Gerät zerkleinert, um dann abtransportiert und entsorgt werden zu können.
Neben dem Freibad werden auch die abgängigen Umkleidekabinen am Emspark-Stadion abgerissen. „Wir haben bereits den Auftrag zur Planung neuer Umkleidekabinen vergeben“, berichtet Stadtbaurat Henrik Brinker. Das Büro Krieger Architekten und Ingenieure aus Velbert hat den Zuschlag zur gestalterischen Ausarbeitung der Umkleidekabinen erhalten. „Es macht durchaus Sinn, das gleiche Büro mit dieser Aufgabe zu betrauen, welches auch den Entwurf des neuen Hallenbades erarbeitet. Die Umkleidekabinen am Emspark sollen sich schließlich ins gesamte Konzept des Sporthafens einfügen“, so Honnigfort weiter. Die neuen Umkleidegebäude sollen eine langfristige Lösung für das Emspark-Areal darstellen. Daher sollen auch eigene Besucher-WCs (inkl. einer barrierefreien WC) und ein eigener Wettkampf- oder Besprechungsraum sowie einer separaten Umkleide für Schiedsrichter in das Gebäude integriert werden. Die Stadtverwaltung kalkuliert mit reinen Baukosten von ca. 400.000 EUR. Hinzukommen noch die Ausgaben für die Ausstattung und die Außenanlagen. Es soll versucht werden, Fördergelder hierfür einzuwerben.
Bis die neuen Umkleidekabinen stehen, sollen Container aufgestellt werden. „Das ist als Übergangslösung die kostengünstigste Alternative. Der Bauantrag dafür ist gestellt. Der Standort für die Container-Lösung ist ebenfalls so gewählt, dass die spätere Bauphase der neuen Umkleidekabinen dadurch nicht behindert wird“, erläutert Brinker weiter.
Die Zaunanlage des Emspark-Stadions wird derzeit ebenfalls erneuert, da die vorhandene Einzäunung abgängig ist. Der neue Zaun wird als Doppelstabmattenzaun aufgebaut und verläuft in einer Gesamtlänge von ca. 450 Meter und einer Höhe von 1,80 Meter nördlich des Geländes zur Deichstraße bis zum Schützenplatz sowie östlich und südlich in Richtung Campingplatz. An der Seite zur Deichstraße wird zudem eine Zufahrt und ein Lagerplatz mit Garage für den Werkhof errichtet. Dort sollen die Geräte zur Pflege der Laufbahn und des Kunstrasenplatzes untergebracht werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 85.000 EUR. Umgesetzt wird die Maßnahme von der Fa. Horstmann Zaun & Garten aus Haren-Altenberge

Text und Foto: Stadt Haren (Ems)