Dr. Birgit Stoßberg mit Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet – Seit Jahrzehnten in der Bildungsarbeit und im Hospizwesen aktiv

Lingen. Eine besondere Ehre wurde Frau Dr. Birgit Stoßberg zuteil: Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte ihr im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde ihr herausragendes und jahrelanges Engagement im Bereich der Bildungsarbeit und im Hospizwesen gewürdigt. „Sie, liebe Frau Dr. Stoßberg gehören zu den Menschen, die unsere Gesellschaft weiterbringen und für mehr Lebensqualität sorgen“, hob Oberbürgermeister Krone in seiner Laudatio hervor.

Im Bereich der Bildungsarbeit war Frau Stoßberg von 2002 bis 2021 im Vorstand des Trägervereins des Ludwig-Windthorst-Hauses im Bistum Osnabrück tätig; 17 Jahre davon als Erste Vorsitzende. „Mit großem und persönlichem Einsatz sowie Ihren hervorragenden Kenntnissen und Netzwerken im Fachbereich Gesundheit haben Sie die Arbeit im Ludwig-Windthorst-Haus maßgeblich gefördert“, betonte Oberbürgermeister Krone. Der Trägerverein und die 1981 gegründete Ludwig-Windthorst-Stiftung unterstützen die regional anerkannte Arbeit des Bildungshauses. Durch ihren beruflichen Hintergrund als Ärztin und ihre Arbeit als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes beim Landkreis Emsland, brachte Dr. Stoßberg wertvolle Kontakte mit, um Netzwerke aufzubauen. Sie begleitete die finanzielle und personelle Situation, entwickelte Leitlinien und Zukunftsorientierungen und baute regionale und überregionale Zusammenarbeiten des Hauses aus.

Neben der Vorstandstätigkeit des Trägervereins engagiert sich Dr. Birgit Stoßberg in der Hospizhilfe. So ist sie seit mehr als sieben Jahren erste Vorsitzende des Lingener Hospiz e.V.. „Wer je einen Einblick in die Arbeit der Hospizbewegung gewonnen hat, der weiß, wie wichtig und wirkungsvoll sie ist. Sie sehen den kranken, den sterbenden Menschen in seiner Ganzheit mit all seinen Wünschen und Bedürfnissen. Sie ermöglichen sterbenden Menschen bis zuletzt ein würdiges Leben und helfen den Angehörigen Abschied zu nehmen. Sie reichen eine Hand und geben menschliche Nähe in den schwersten Stunden“, zollte Krone Dr. Birgit Stoßberg und dem Hospizwesen seinen Respekt. Auch hier sei ihr Elan unermesslich, betonte der Oberbürgermeister. Durch ihre langjährige Erfahrung habe sie wichtige Kooperationen mit benachbarten Hospizvereinen und dem Landkreis ausgebaut, die maßgeblich zur Verbesserung der Hospizkultur beitragen.

Im Januar 2020 gründeten der Landkreis Emsland, der Lingener Hospiz e.V., die Hospizhilfe Meppen und das Ludwig-Windthorst-Haus ein Bildungszentrum für Hospiz- und Palliativversorgung im Emsland. „Sie haben dieses wichtige Projekt initiiert, aktiv begleitet und damit die Verbesserung der hospizlichen Kultur vorangetrieben“, unterstich Oberbürgermeister Krone in seiner Laudatio. „Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Lingener Hospiz e.V. und damit das wichtige Thema der Hospizarbeit in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Sie haben wahrlich ein Zeichen gesetzt.“

Dr. Birgit Stoßberg bedankte sich in ihrer Ansprache besonders bei ihrer Familie, ohne die sie ihre Ehrenämter nicht ausführen könne. „Dies ist nur möglich, durch den wunderbaren familiären Rückhalt“, erklärte Dr. Stoßberg. Auch ihrem Freundeskreis, den ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen, der Politik und Verwaltung sowie der lokalen Presse sprach die Lingenerin ihren herzlichsten Dank aus. „Ich nehme diese Ehrung mit Demut entgegen“, erklärte sie. „Ich wünsche mir, dass wir auch in unruhigen Zeiten in der unmittelbaren Begegnung, dem Austausch, Handeln und Gestalten bleiben. Und ich wünsche mir, dass wir dies mit Mut und Zuversicht tun und damit vielen Ansporn und Motivation geben.“

Text und Foto: Stadt Lingen