easyMission: Software für moderne Feuerwehr-Öffentlichkeitsarbeit
Einsatz gefahren, zurück im Gerätehaus – und dann beginnt für viele Feuerwehren die nächste Arbeit: Einsatzbericht schreiben, Fotos bearbeiten und Beiträge für Website und Social Media erstellen. Genau hier setzt die Software „easyMission“ an, die am 05. März 2026 bei einer Informationsveranstaltung in den Räumlichkeiten des Co-Working Spaces „Emsviertel“ in Emsbüren vorgestellt wurde.
Hier informierte das Entwicklerteam der Plattform „easyMission“ über eine neue Cloud-Basierte Softwarelösung, die Einsatzberichte und Social-Media-Beiträge deutlich einfacher und schneller erstellen soll. An der Veranstaltung nahmen Mitglieder der Ortsfeuerwehren aus Brögbern, Salzbergen und Lingen (Ems) teil. Auch ein Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Emsbüren war vor Ort und berichtete aus der Praxis, da dort bereits ein Pilotprojekt mit der neuen Software läuft.
Hinter „easyMission“ stehen Daniel Krickel, Marvin Gels sowie Jan Zabrocki und Daniel Kathmann als Entwicklerteam. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Öffentlichkeitsarbeit für ehrenamtliche Einsatzkräfte zu erleichtern.
Gerade nach Einsätzen sei die Erstellung von Berichten häufig mit großem Aufwand verbunden, erklärten die Entwickler. Einsatzkräfte müssten Informationen aus verschiedenen Quellen zusammentragen, handschriftliche Notizen auswerten, Bilder bearbeiten und Inhalte auf unterschiedlichen Plattformen veröffentlichen. Dabei stehe eigentlich der Einsatz selbst im Vordergrund – nicht die anschließende Öffentlichkeitsarbeit. Gleichzeitig spiele diese eine wichtige Rolle, etwa um Nachwuchs zu gewinnen, Gerüchten vorzubeugen oder Schaulustige fernzuhalten. Auch der sensible Umgang mit Fotos und Daten sei dabei ein zentraler Punkt.
Hier setzt die cloudbasierte Software „easyMission“ an. Sie bündelt sämtliche Schritte von der Erstellung eines Einsatzberichtes bis zur Veröffentlichung in einem einzigen System. Eckdaten aus der Alarmdepesche der Leitstelle werden mit wenigen Klicks in easyMission eingefügt und können mithilfe von KI-Unterstützung zu einem ersten Berichtsentwurf zusammengefasst werden.
Auch die Bildverarbeitung soll deutlich vereinfacht werden. Fotos können direkt im System bearbeitet und beispielsweise Gesichter und Autokennzeichen datenschutzkonform verpixelt werden. Anschließend lassen sich Beiträge automatisch für verschiedene Kanäle vorbereiten, derzeit insbesondere für Facebook und Instagram – inklusive Story- und Beitragsformaten.
Der gesamte Prozess von der Eingabe der Einsatzdaten bis zur Veröffentlichung könne so von bisher etwa einer Stunde auf nur wenige Minuten verkürzt werden, erläuterten die Entwickler. Alle Inhalte werden in einer zentralen Software verwaltet, wodurch der Wechsel zwischen mehreren Programmen entfällt. Das spare Zeit und sorge für einen deutlich entspannteren Workflow für die ehrenamtlichen Kräfte.
Ein weiterer Vorteil sei die einfache Zusammenarbeit. Mehrere Feuerwehren könnten Stammdaten gemeinsam nutzen, Beiträge abstimmen oder Sperrfristen festlegen. Die Software ist cloudbasiert und von überall aus erreichbar, sodass beispielsweise auch Führungskräfte Beiträge freigeben können, wenn sie nicht vor Ort sind. Die Anwendung ist nach Angaben der Entwickler DSGVO-konform und kann damit bedenkenlos im öffentlichen Sektor Nutzung finden.
Bereits vorhandene Daten aus bestehenden Systemen können übernommen werden, wodurch die Einsatzhistorie erhalten bleibt. Wartung und Updates werden zentral durch das easyMission-Team durchgeführt.
Für die Zukunft sind weitere Funktionen geplant, darunter zusätzliche Social-Media-Kanäle, ein möglicher Pressezugang sowie eine ortsübergreifende Datenbasis für Feuerwehren.
Am Ende der Veranstaltung wurde deutlich: Die Digitalisierung bietet auch im Ehrenamt große Chancen – vor allem dann, wenn sie Abläufe vereinfacht und den Einsatzkräften massiv mehr Zeit für ihre eigentliche Aufgabe lässt.
Weitere Informationen zu Funktionen und Preisen:
https://www.easymission.app/
Eine weitere Informationsveranstaltung für umliegende Feuerwehren findet am 21. April um 18:30 Uhr im Co-Working Space „Vechteviertel“ in Schüttorf statt, Anmeldungen über den oben genannten Link.
Text und Foto: CS
