Eichenprozessionsspinner: Projektgruppe soll gemeinsames Vorgehen abstimmen

Die in jüngster Zeit aufgetretene Vermehrung des Eichenprozessionsspinnerbefalls (EPS) ist kein neuartiges Phänomen. Massenvermehrungen mit mehrjährigen Episoden heftigen Befalls sind in Deutschland seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt und dokumentiert. Der Klimawandel begünstigt allerdings die Vermehrung der Wärme liebenden Insekten, so dass sich der EPS weiter ausgebreiten konnte.

Auch die Grafschaft Bentheim war im vergangenen Jahr in hohem Maße davon betroffen. Durch den Witterungsverlauf im Sommer hat der EPS beste Vermehrungsbedingungen vor gefunden. Ein natürlicher Zusammenbruch der Population ist momentan nicht abzusehen. Daher sind sowohl Bekämpfungsmaßnahmen als auch Maßnahmen zum Schutz vor dem EPS notwendig geworden.

Von dieser Überlegung getragen, haben die kreisangehörigen Kommunen gemeinsam mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim eine Projektgruppe zur Koordinierung gebildet. Die Projektgruppe soll u.a. ein Forum zur Abstimmung und zum Erfahrungsaustausch für alle Kommunen bieten sowie ein gemeinsames Vorgehen hinsichtlich der Information der Bürger abstimmen.

Bereits vereinbart ist die Anwendung einheitlicher Kategorien für vom EPS befallene Flächen zur Festlegung der Handlungspriorität bei der Bekämpfung durch die Kommunen.

Wichtig ist den teilnehmenden Kommunen zudem die Information der Bevölkerung, die verstärkt erfolgen soll. Ebenso bedeutsam wie behördliche Präventionsmaßnahmen sei aber auch ein umsichtiges  Verhalten jedes Einzelnen, so die Meinung der Projektgruppenmitglieder. Den besten Schutz vor den Auswirkungen stellen die Kontaktvermeidung und der richtige Umgang mit Raupen und Nestern dar. Dies sei insbesondere auch bei Laubarbeiten im Frühjahr und Herbst zu beachten.

Auf den Webseiten des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Grafschafter Kommunen sind zahlreiche Informationen zur EPS-Thematik zu finden.

Text: Landkreis Grafschaft Bentheim