Emsland/Grafschaft Bentheim – Polizei kontrolliert falsch fahrende Fahrradfahrer


Emsland/Grafschaft Bentheim (ots) – Auch wenn es manchmal als der schnellste,
einfachste und bequemste Weg erscheint – Wer als „Geisterradler“ gegen die
Fahrtrichtung auf Radwegen, Schutzstreifen oder der Fahrbahn unterwegs ist,
gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Die aktuelle
Verkehrsunfallstatistik aus dem Jahr 2020 macht deutlich, dass eine Vielzahl von
Verkehrsunfällen darauf zurück zu führen sind, dass sich Radfahrer nicht an das
Rechtsfahrgebot halten. Besonders an Kreisverkehren oder Einmündungsbereichen
ereignen sich immer wieder folgenschwere Unfälle, weil die Radfahrer die
Übergänge oftmals in falscher Richtung nutzen.

Daher macht die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim mit so genannten
„Geisterradlerpiktogrammen“ auf den Radwegen auf das Fehlverhalten aufmerksam.
Diese wurden von den Beamtinnen und Beamten im gesamten Einsatzgebiet mittels
Farbe auf ausgewählte Radwege gesprüht. (siehe Fotos) „Die Piktogramme sind
natürlich keine offiziellen Verkehrszeichen, sollen aber den „Falschfahrern
einen deutlichen Hinweis darauf geben, dass sie nicht die korrekte Fahrbahnseite
benutzen. Die Farbe verblasst nach einigen Wochen wieder“, erklärt
Polizeioberkommissarin Sabine Dickebohm vom Präventionsteam der Polizei Lingen.

Neben mehreren Kontrolltagen in diesem Jahr speziell zum Thema „Geisterradler“,
werden auch im Rahmen der landesweiten Aktion „sicher.mobil.leben“ nicht nur
allgemeine Verkehrskontrollen des Radverkehres durchgeführt sondern auch die
Einhaltung des Rechtsfahrgebotes wird durch die Polizei überprüft. Maßgeblich
ist dabei natürlich das Aufgreifen der Radwegströme – insbesondere an
einmündende Stellen. Zuwiderhandlungen werden mit einem Verwarngeld in Höhe ab
20 Euro geahndet. Kommt es zu einem Verkehrsunfall erhöht sich das Verwarngeld
auf 35 Euro. Zivilrechtliche Haftungsansprüche und ein Mitverschulden können
zusätzlich auf die „Geisterradler“ zukommen.

„Wir versuchen mit diesen Präventionsmaßnahmen auf die Gefahr hinzuweisen, um
zukünftig weniger „Geisterradler“ auf unseren Straßen zu sehen“, erklärt Heike
Bahr, Verkehrssicherheitsberaterin im Präventionsteam. Denn jeder Fahrradfahrer,
der in falscher Richtung unterwegs ist, steigere das Unfallrisiko um ein
Vielfaches, so Bahr weiter.

Foto: Polizei