Energieeinsparmaßnahmen in Papenburg

Seit dem 1. September gilt die Energieeinsparverordnung des Bundes. Die „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung durch kurzfristig wirksame Maßnahmen“ beinhaltet unter anderem Energiesparmaßnahmen im öffentlichen Bereich.

„Aktuell befinden wir uns in einer noch nie dagewesenen Energiekrise, durch die wir nur gemeinsam kommen“, sagt Bürgermeisterin Vanessa Gattung. „Nicht nur in den privaten Haushalten, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden werden wir deutliche Einsparungen vornehmen müssen.“ Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt: Die Beleuchtung des Rathauses und sonstiger öffentlicher Gebäude wird in den Abendstunden früher ausgeschaltet. Auch die Straßenbeleuchtung wurde an die Gegebenheiten angepasst. „Hier stehen wir noch in engem Austausch mit der Polizei. Notwendige Einsparungen sollen nicht zulasten des Sicherheitsgefühls gehen, welches ein beleuchteter Straßenkörper vermittelt“, sagt Gattung. „Wir wissen alle nicht, was im Winter auf uns zukommt, dennoch können und müssen wir schon jetzt an den notwendigen und möglichen Stellschrauben drehen.“

Die Stadt Papenburg verfügt bereits über ein ausgezeichnetes Energiemanagement, wodurch die Kosten an vielen Stellen schon auf einem sehr niedrigen Niveau liegen. Dennoch gibt es Auswirkungen der vorgeschriebenen Energieeinsparmaßnahmen beispielsweise auf die Temperatur in den Verwaltungsgebäuden. Flure und Laufflächen werden nicht mehr beheizt. Auch die Temperatur in den Büros wird reduziert. An Waschbecken, die für das Händewaschen genutzt werden, wird das Warmwasser abgestellt.

Hinsichtlich der Maßnahmen in den Sporthallen und sonstigen Sporteinrichtungen im Stadtgebiet befindet sich die Stadt Papenburg aktuell im engen Austausch mit dem Landkreis Emsland. Nach erfolgter Abstimmung wird über die durchzuführenden Maßnahmen gesondert berichtet. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es hier keine Veränderungen.

„Auf direkte Ansprache hin haben auch die Kirchengemeinden im Stadtgebiet schnell reagiert. Dort – wo es möglich war – wurde die Beleuchtung bereits angepasst. So wird beispielsweise die Beleuchtung der St. Antonius Kirche, der Amanduskirche und St. Michael in den Abendstunden früher ausgeschaltet. Auch der Alte Turm am Obenende wird nicht mehr beleuchtet“, heißt es aus dem Rathaus.

Als weitere Energieeinsparmaßnahme werden das Rathaus und die weiteren Verwaltungsdienststellen zwischen den Feiertagen im Dezember in der Zeit vom 24. Dezember bis zum 1. Januar geschlossen. Die Raumtemperaturen, die Beleuchtung und die zusätzlichen Stromverbräuche werden auf ein notwendiges Minimum heruntergefahren. Ein Not- und Bereitschaftsdienst für den Bürgerservice wird zentral in den Räumlichkeiten des Bürgerbüros an der Friederikenstraße eingerichtet.

Weitere Einsparmöglichkeiten werden derzeit von der Stadtverwaltung intensiv geprüft, zusammengetragen und zunächst mit der Politik beraten. Sobald diese konkret werden, wird in einer gesonderten Mitteilung darüber berichtet.

Text: Stadt Papenburg