Enthüllung eines Gedenksteins – Erinnerung an zivile Opfer des 2. Weltkriegs – Standort an Alter Rheder Kirche

Rhede. 75 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs hat ein Gedenkstein zur Erinnerung an die zivilen Opfer des 2. Weltkriegs vor dem Eingang zur Alten Rheder Kirche seinen Platz gefunden. Er wurde jetzt gemeinsam mit Landrat Marc-André Burgdorf, Bürgermeister Jens Willerding (Gemeinde Rhede), Heimatforscher und Rhedes Ehrenbürger Albert Vinke, Kreistagsabgeordnetem und stellvertretendem Bürgermeister Gerd Husmann sowie weiteren Gästen des Landkreises Emsland und der Gemeinde Rhede offiziell eingeweiht.

(v. l.) Heimatforscher und Ehrenbürger Albert Vinke, Bürgermeister Jens Willerding, Landrat Marc-André Burgdorf, Rundfunkjournalist und Sachbuchautor Hermann Vinke, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Bürgermeister Gerd Husmann enthüllen den Gedenkstein. (Foto: Gemeinde Rhede)
(v. l.) Heimatforscher und Ehrenbürger Albert Vinke, Bürgermeister Jens Willerding, Landrat Marc-André Burgdorf, Rundfunkjournalist und Sachbuchautor Hermann Vinke, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Bürgermeister Gerd Husmann enthüllen den Gedenkstein. (Foto: Gemeinde Rhede)

Die Initiative für den Gedenkstein ging von Albert Vinke aus, dessen Bruder 1945 durch einen Granatsplitter ums Leben kam. Er sowie sieben weitere Dorfbewohner ließen ihr Leben bei schweren Kämpfen in der Gemeinde, die vom 15. bis zum 17. April 1945 stattfanden. Auch 75 Soldaten fielen. In Kooperation mit dem Landkreis Emsland wurde der Stein für die zivilen Opfer nun errichtet. Albert Vinke wurde bei diesem besonderen Termin begleitet von seinem weiteren Bruder Hermann Vinke.

„Die 1991 vom Landkreis Emsland erworbene Alte Rheder Kirche ist nicht nur ein Baudenkmal von architekturhistorischem Rang, als sogenannte Gedächtniskirche ist sie zugleich ein zentraler Erinnerungsort für die Opfer der Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“, sagt Burgdorf. Während auf dem Gelände der Alten Rheder Kirche ein Soldatenfriedhof ein sichtbares Zeugnis dieser Memorialfunktion ablegt, fehlte bislang ein Ehrenmal für die zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges, namentlich für die acht Bürgerinnen und Bürger aus Rhede, die noch in den letzten Kriegstagen ihr Leben verloren haben, erläutert der Landrat. Aus diesem Grund sei der Landkreis Emsland dem Betreiben des Lokalhistorikers Vinke gerne nachgekommen.

Text: Landkreis Emsland

Foto: Gemeinde Rhede