AktuellesCloppenburg

Erkenntnisreich und komplex: Katastrophenschutzstab des Landkreises Cloppenburg probt den Ernstfall bei dreitägiger Stabsrahmenübung

Landkreis Cloppenburg. Der Landkreis Cloppenburg hat schon vieles erlebt, wenn der Katastrophenschutzstab für Übungen zusammengetreten ist: Sabotage und Blackout, ein Schneesturm oder sogar ein Orkan mit überlaufender Thülsfelder Talsperre. In diesem Jahr war der sonst in drei Schichten arbeitende Stab dreimal mit dem Beginn eines dynamischen Extremwetterszenarios konfrontiert. Das Übungsszenario umfasste diesmal einen mehrtägigen Ausfall der Wasserversorgung nach extremer Hitze und Dürre.

Unter der Anleitung des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) unter der Führung von Thomas Hettinger sowie mit Unterstützung erfahrener Kameraden der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde im Katastrophenschutzraum des Kreishauses die richtige Herangehensweise für diese Bedingungen einstudiert. Entscheidend für die Bewältigung der Situation war eine gute Übersicht über die Informationslage, ein Händchen für Beschaffung und Logistik sowie die Priorisierung von Erfordernissen.

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Übung lag auf der reibungslosen Verzahnung aller Akteure. Es wurde die Einbindung der Fachberater der Katastrophenschutz-Einheiten (Feuerwehr, DRK, THW, DLRG, Polizei, PSNV sowie das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr) gemeinsam mit den Fachberatern der kreiseigenen Ämter intensiv trainiert.

„Gerade das Zusammenspiel zwischen den externen Rettungskräften und den Fachbehörden unseres Hauses ist im Ernstfall entscheidend“, betont Kreisrätin Anne Tapken, die die dreitägige Übung im Katastrophenschutzraum eng begleitet hat. „Die Sammlung, schnelle Erfassung und systematische Sichtung einer Flut von Informationen aus unterschiedlichen Kanälen – darunter auch die Dynamik in den sozialen Medien – war eine Mammutaufgabe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Verwaltung haben hier eine gute Leistung abseits ihres normalen Arbeitsbereichs gezeigt und damit bewiesen, dass sie auch unter Stress handlungsfähig bleiben.“

Landrat Johann Wimberg bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, die neben ihrer täglichen Arbeit im Kreishaus Dienst im Stab leisteten, sowie bei den ehrenamtlichen Kräften der Hilfsorganisationen. „Es ist eine Übung mit komplexen Aufgabenstellungen und einem Szenario, das wir in diesen Räumen so noch nicht kennengelernt haben“, so Landrat Johann Wimberg mit Blick auf frühere Übungsszenarien. „Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten für die Teilnahme im Haupt- und ganz besonders im Ehrenamt. Sie alle schenken uns durch Ihren Einsatz ein großes Stück Sicherheit im Landkreis Cloppenburg.“

Text: LK Cloppenburg