Erstes Nest der Asiatischen Hornisse in Nordhorn entfernt – Meldungen weiterhin erforderlich
Am Donnerstag, den 30. April 2026, ist in Nordhorn erstmals in diesem Jahr ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt worden. Das Nest befand sich im Bereich der Veldhauser Straße und wurde erfolgreich beseitigt.
Nach vorliegenden Informationen handelte es sich um ein sogenanntes Primärnest. Diese frühen Nester werden im Frühjahr von einzelnen Königinnen gegründet und befinden sich häufig noch im Aufbau. Das in Nordhorn entdeckte Nest war entsprechend klein, dennoch kommt seiner Entdeckung eine besondere Bedeutung zu: Es ist das erste bestätigte und beseitigte Nest dieser Art im Jahr 2026 in der Region.
Die Asiatische Hornisse gilt als invasive Art und stellt insbesondere für heimische Insektenpopulationen eine Gefahr dar. Vor allem Honigbienen stehen im Fokus der Räuber, da sie gezielt von den Hornissen bejagt werden. Dies kann langfristig Auswirkungen auf die Biodiversität und die Bestäubung von Pflanzen haben.
Darüber hinaus kann es in der Nähe von Nestern zu Gefährdungen für Menschen kommen, insbesondere wenn sich die Tiere gestört fühlen. Auch wenn die Asiatische Hornisse grundsätzlich nicht aggressiver als heimische Arten ist, kann sie ihr Nest energisch verteidigen.
Fachleute weisen darauf hin, dass gerade frühe Nester – auch wenn sie noch klein und unscheinbar sind – unbedingt gemeldet werden sollten. Eine frühzeitige Entdeckung und Beseitigung kann verhindern, dass sich im Laufe des Jahres große Völker entwickeln und weitere Nester entstehen.
Wer eine Asiatische Hornisse oder ein mögliches Nest entdeckt, sollte dies umgehend melden und keinesfalls eigenständig entfernen. Weitere Informationen, Hinweise zur Erkennung sowie Meldewege stellt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) online zur Verfügung:
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse auch in der Region weiterhin beobachtet werden muss. Eine schnelle Meldung kann dabei helfen, größere Schäden für Natur und Umwelt zu verhindern.
