Erweiterung des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe
Erweiterung des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Friesoythe – Schulausschuss gewährt Zuschuss für Grundschule Galgenmoor
Landkreis Cloppenburg. Der Schulausschuss des Landkreises Cloppenburg hat einstimmig empfohlen, dass die Verwaltung beauftragt wird, die weitere Planung zur Erweiterung des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) auf Grundlage des neuen Raumprogrammes vorzunehmen und umzusetzen. Des Weiteren wird die Prioritätenliste vom 03. Juni 2024 dahingehend angepasst, dass die Erweiterungsplanung des AMGs direkt mit oder direkt nach dem Neubau der Dreifeldsporthalle umgesetzt werden kann und der Wettbewerb zur Erweiterung des Laurentius-Siemer-Gymnasiums in Ramsloh (LSG) sowie der Neubau des LSG dann schnellstmöglich erfolgt.
Aufgrund der Schülerzahlen der letzten Jahre wurde im Rahmen der Schulentwicklungsplanung in einem ersten Schritt die Schülerzahlentwicklung des AMG in den Blick genommen. Bei der Schülerzahlentwicklung wurde auf die Geburtenzahlen der Gemeinden Bösel und Barßel sowie der Stadt Friesoythe abgestellt, da der Großteil der Schülerinnen und Schüler aus den drei Kommunen stammt. Anhand der Geburtenzahlen wurden die künftigen Einschulungszahlen ermittelt, um daraus die voraussichtlichen Übergänge an das AMG zu berechnen. Es ist davon auszugehen, dass spätestens ab dem Jahr 2026 der Jahrgang 5 dauerhaft fünfzügig sein wird.
Darüber hinaus wurde das vorhandene Raumprogramm nunmehr nach dem Standartraumprogramm Hannover überprüft. Somit ergibt sich nach Überprüfung des Raumprogrammes und der räumlichen Situation vor Ort sowie der Abstimmung mit der Schulleitung des AMG folgendes Raumprogramm für eine Erweiterungsplanung eines nun zukünftig angenommenen fünfzügigen AMG:
1. Drei Fachunterrichtsräume Biologie, a = 80 qm; gesamt: 240 qm;
2. Vorbereitung und Sammlung Biologie, gesamt: 90 qm;
3. Drei Fachunterrichtsräume Physik, a = 80 qm, gesamt: 240 qm;
4. Vorbereitung und Sammlung Physik, gesamt: 90 qm;
5. Drei Fachunterrichtsräume Chemie, a = 86 qm, gesamt: 258 qm;
6. Vorbereitung und Sammlung Chemie, gesamt: 90 qm;
7. Lager für Chemikalien, gesamt: 15 qm;
8. Drei Fachunterrichtsräume Musik, a = 80 qm, gesamt: 240 qm;
9. Sammlung Musik: 45 qm;
10. Pflegeraum, gesamt: 15 qm;
11. Erste-Hilfe-Raum/Sanitätsraum, gesamt: 20 qm;
12. Laderaum für Rollstuhl, gesamt: 10 qm;
Nach Abzug der derzeit vorhandenen Flächen von 6.168,67 qm und kleineren Verschiebungen aufgrund der Raumgrößen ergibt sich ein Gesamtfehlbedarf von 1.383 qm Nutzungsfläche (NUF). Somit wäre zukünftig mit den Erweiterungsflächen eine Nutzungsfläche von insgesamt 7.551,67 qm für das zukünftige fünfzügige AMG nachgewiesen. Erforderlich sind zukünftig 44 Allgemeine Unterrichtsräume (AUR), bei einer Vierzügigkeit wären nur 36 AUR erforderlich gewesen.
Des Weiteren hat der Schulausschuss dem Kreisausschuss einstimmig empfohlen, der Stadt Cloppenburg für die Erweiterung der Grundschule Galgenmoor auf 4-Zügigkeit einen Zuschuss aus der Kreisschulbaukasse in Höhe von bis zu 636.179,93 EUR zu gewähren.
Nach Angaben der Stadt Cloppenburg wurde im Rahmen einer Schülerzahlenprognose ein erhöhter Schulraumbedarf in Cloppenburg ermittelt. Da der Schülerstandort „St. Andreas“ räumlich und aufgrund der begrenzten Außenflächen ausgereizt ist, soll die bauliche Erweiterung der Grundschule Galgenmoor erfolgen. Die Schulbezirke der Grundschule Galgenmoor und der Grundschule St. Andreas wurden daher zusammengelegt. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass die Schülerinnen und Schüler aus dem Schulbezirk der Grundschule St. Andreas auch die Grundschule Galgenmoor besuchen können. Wesentliche Vorteile für die Erweiterung der Grundschule Galgenmoor werden darin gesehen, dass eine relativ kostengünstige bauliche Umsetzung durch Spiegelung des Neubautraktes möglich ist. Die im Galgenmoor vorhandene Mensa verfügt über ausreichende Kapazitäten und auch das großzügige Schulgelände spricht für die Schaffung von zusätzlichem Schulraum im Bereich Galgenmoor. Mit der Spiegelung des Neubautraktes sollen vier Allgemeine Unterrichtsräume, zwei Gruppenräume und zusätzliche Toilettenräume geschaffen werden.
Insgesamt belaufen sich die zuwendungsfähigen Kosten nach Prüfung des Landkreises Cloppenburg auf 1.908.540 EUR. Somit ergibt sich ein Zuschuss an die Stadt Cloppenburg in Höhe von bis zu 636.179,93 EUR (1/3 der zuwendungsfähigen Kosten). Der Kreisausschuss hat den Zuschuss abschließend beschlossen.
Text: LK Cloppenburg
