Fahrlässigkeit führt zu vielen Bränden

Das warme Wetter, verbunden mit dem teils heftigen Wind hat in den vergangenen Wochen dazu geführt, dass die Vegetation mehr und mehr austrocknet. Fahrlässiges Verhalten, wie z. B. eine achtlos weggeworfene Zigarette oder das über hohes trockenes Gras geparkte Auto mit einem heißen Katalysator können Brände auslösen, welche sich rasend schnell ausbreiten können. In den letzten Wochen hatten die Feuerwehren damit bereits zu kämpfen.

Hier ist nur der Moorbrand in Papenburg oder auch der Waldbrand in Lingen zu nennen. Teilweise mehrere Tage mussten die Feuerwehren, welche aus dem gesamten Landkreis zusammengerufen wurden, das Feuer eindämmen. Auch die Evakuierung ganzer Straßenzüge stand zur Debatte.

Damit so etwas nicht wieder passiert, hat der Landkreis Emsland bereits am 24.04.2020 eine Waldbrandverordnung in Kraft setzen lassen. Verstöße gegen diese Verordnung können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 € geahndet werden. „Doch dazu muss es ja gar nicht kommen“, sagt Jens Menke, Pressesprecher des Feuerwehrverbandes Altkreis Meppen e.V. Es sind einfache Verhaltensregeln, die eigentlich selbstverständlich sind. Kein Feuer und kein Rauchen im Wald, Moor oder Heidegebiet. Die gekennzeichneten Wege dürfen nicht verlassen und die Bereiche dürfen nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden.

Sollte es doch zu einem Brand kommen, sind die emsländischen Feuerwehren dafür auch gerüstet. Es gibt jedoch oft eine große Schwierigkeit – genügend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen. In der Vergangenheit konnten sich die Rettungskräfte da bereits auf die Hilfsbereitschaft der Landwirte verlassen. Mit Wasser gefüllte Güllefässer wurden hier an die Einsatzstellen gefahren. Mit den geländegängigen landwirtschaftlichen Zugfahrzeugen konnten auch Schneisen gezogen werden, die das Feuer daran hinderten, sich weiter auszubreiten.

Auch in diesem Jahr freuen sich die Feuerwehren auf die Hilfe aus der Landwirtschaft, denn gemeinsam können Vegetationsbrände gut bekämpft werden. Daher appelliert der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Wolfgang Veltrup: „Sollten sie in ihrer Umgebung mitbekommen, dass die Feuerwehr einen Flächenbrand löscht, fragen sie gerne einmal bei den Einsatzkräften, ob sie mit ihren Gerätschaften dort helfen können.“

Text: Jens Menke