Fairtrade- und Nachhaltigkeitsakteure vernetzen sich – Erstes Treffen im Nordhorner Rathaus mit hoher Beteiligung

Nordhorn. In Nordhorn befassen sich mehrere Arbeits- und Interessengruppen mit der Zukunft unseres Planeten. Die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Stadt Nordhorn hatte nun zu einem ersten Vernetzungstreffen eingeladen. Ziel war es, die vorhandene Energie der Interessierten und Tatkräftigen zusammen zu bringen und zu überlegen, wie man gemeinsam Politik und Verwaltung unterstützten und begleiten kann.

Im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses fanden sich rund 30 Personen ein. Neben Mitgliedern der Fairtrade-Steuerungsgruppe handelte es sich insbesondere um Vertreter*innen der Initiative Nordhorn Nachhaltig. Auch Mitglieder des Stadtrates sowie weitere Interessierte nahmen an der öffentlichen Veranstaltung teil.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe hatte Peter Tobiassen, Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerkes Ammerland, zu einem Vortrag eingeladen. Er berichtete von spürbar wirksamen Projekten, die im Landkreis Ammerland umgesetzt worden seien. Unter anderem stellte er Konzepte zum Plastiksparen sowie zur naturnahen Umgestaltung von Friedhofsfreiflächen vor.

Orientiert haben sich die Akteur*innen im Ammerland an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, zu Englisch „Sustainable Development Goals“ oder „SDGs“. „Durch die von der Bundesregierung beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie Agenda 2030 sind wir in Deutschland sogar verpflichtet, diese Ziele zu verfolgen“, so Tobiassen.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe und die Initiative Nordhorn nachhaltig stellten im Anschluss an den Vortrag ihre aktuellen Aktivitäten vor. Die Steuerungsgruppe möchte an dem deutschlandweiten Projekt „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ teilnehmen. Das soll die Einstellung einer Person ermöglichen, die zwei Jahre lang die Aktivitäten der Stadt Nordhorn zum Thema Nachhaltigkeit voran bringt.

Die Initiative Nordhorn nachhaltig verfolgt unter anderem das Ziel, Nordhorn zu einer sogenannten „Refill-Stadt“ zu machen. Dabei bieten teilnehmende Firmen und Institutionen durch einen Aufkleber an der Eingangstür erkennbar an, leere Wasserflaschen mit Leitungswasser aufzufüllen und somit Plastik zu vermeiden. Auch über die Eröffnung eines Unverpackt-Ladens wird diskutiert.

Das Format des Vernetzungstreffen fand bei den Anwesenden großen Anklang. In etwa drei Monaten soll das nächste Vernetzungstreffen stattfinden.

Text und Foto: Stadt Nordhorn