Fanabend am 14. Juni auf der Südtribüne

Meppen. Seit Mai 2014 gibt es in Meppen das sozialpädagogische Fanprojekt in städtischer Trägerschaft. Ein Grund zum Feiern? Mit Sicherheit! Aber auch ein Grund, sich und seine Arbeit zu reflektieren.

Was ist das Fanprojekt überhaupt? Diese Frage wird den Mitarbeitern oft gestellt. „In einem Satz lässt sich das auch nur schwer beschreiben“, so Lisa Schwarz, die bereits seit September 2015 im Fanprojekt tätig ist. „Das Fanprojekt ist Anlaufstelle für Fußballfans, die Hilfe benötigen oder mit Problemen zu kämpfen haben“.

Fanabend am 14. Juni auf der Südtribüne Foto: Stadt meppen
Fanabend am 14. Juni auf der Südtribüne Foto: Stadt Meppen

Wo findet die Arbeit des Fanprojektes statt? „Es gibt an der Herzog- Arenberg- Str. 52 das Fanhaus, wo wir unter der Woche unser Büro beziehen und Dienstags und vor Heimspielen einen offenen Treff anbieten“, so Simon Gottschling, der seit Mai 2017 die Leitung des Fanprojektes übernommen hat. Die eigentliche Arbeit finde aber selten am Schreibtisch statt, sondern überall dort, wo sich Fußballfans bewegen und aufhalten. In erster Linie sei dies im Stadion und auf den Wegen durch die gesamte Republik, zu den Auswärtsspielen des SV Meppen.

Durch die aktive Präsenz und der stetigen Beziehungsarbeit sollen Berührungsängste zu den beiden Sozialpädagogen abgebaut werden. Bei Aktionen und Angeboten kann jeder mitmachen und alles geschieht auf freiwilliger Basis. Die Kernzielgruppe des Projektes sind Fans zwischen 13 und 27 Jahren, wobei aber niemand ausgeschlossen wird.

Mit Blick auf eine optimierte Außendarstellung haben sich die Mitarbeiter zum 5-jährigen Jubiläum inhaltlich neu aufgestellt. Das Konzept, welches die inhaltliche Arbeit des Fanprojektes beschreibt (auf Grundlage des Nationalen Konzept Sport und Sicherheit, NKSS), wurde komplett neu aufgelegt. „Es war uns sehr wichtig, das Konzept zu erneuern. Fanprojekte haben klare sozialpädagogische Aufgaben und grenzen sich inhaltlich von anderen Institutionen wie z.B. dem SV Meppen oder der Polizei deutlich ab“, so Gottschling. Zudem verfügt das Fanprojekt seit dem 1. Mai über ein runderneuertes Logo. Während im alten Logo der Schriftzug „Fanprojekt Meppen“ mit dem Vereinslogo des SV Meppen zu sehen war, beinhaltet das neue Logo einen in schwarz gehaltener Ball mit dem Schriftzug „Fanprojekt Meppen“ sowie die Inhaltlichen Begriffe „Fußball, Fankultur und Sozialarbeit“.

Groß gefeiert wird das „Jubiläum“ nicht, jedoch findet am Freitag, den 14.06., ein besonderer Nachmittag auf der Südtribüne in der Hänsch- Arena statt. Ab 17 Uhr lädt das Fanprojekt ins Stadion ein: bei Musik, Getränken und einer Stadionwurst, kann jeder Interessierte die Mitarbeiter vom Fanprojekt, sowie deren Netzwerkpartner, treffen. Highlight wird eine Outdoor-Lesung von Nadim sein, welcher selbst als Ultra in Syrien unterwegs war. Der Titel lautet: „Fankultur im Kriegsgebiet: Fußball ist unsere Waffe“.

Der Eintritt ist, wie bei fast allen Angeboten des Fanprojekts, frei. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf von Getränken und Speisen wird an den Verein „Mobile Retter“ gespendet.

Text und Foto: Stadt Meppen