Fenster-Einbau bei der Kesselschmiede in luftiger Höhe

Papenburg. Bei bestem Wetter steht Ingo Schulte von der Firma Overberg am Mittwochmittag  in rund sieben Metern Höhe auf einer Arbeitsbühne und verschraubt die neuen Stahlgitterfenster in der Kesselschmiede. Das denkmalgeschützte Gebäude erhält durch Schulte und seine Kollegen seit rund drei Wochen rundherum neue Fenster inklusive eines Stahlgitterrahmens. Insgesamt müssen dabei 543 einzelne Scheiben in die 22 Fenster eingebaut werden. Die Höhe der Fenster liegt dabei zwischen 1 bis 8,5 Metern. „Das ist schon eine Menge Arbeit“, erklärt Ingo Schulte. Seine Kollegen arbeiten sich bei der Erneuerung der Fenster von unten nach oben. „Wir müssen nicht nur die alten Scheiben austauschen, sondern auch den verrosteten Stahlgitterrahmen ersetzen.“ Gut zwei Wochen sei man voraussichtlich noch mit diesen Arbeiten beschäftigt, dann sind alle Fenster ausgetauscht.

„Notwendig geworden ist die Sanierung, weil die alten Gitterrahmen die alten Scheiben nicht mehr hielten“, erklärt Papenburgs Stadtbaurat Jürgen Rautenberg. Als Eigenbetriebsleiter der Stadt ist er auch für die Kesselschmiede zuständig und froh, dass nun eine solide Doppelverglasung in neuen Rahmen eingebaut wird. „Die alten Scheiben waren ja nur eine Einzelverglasung und schon sehr alt. So sind in der Vergangenheit einige Scheiben zu Bruch gegangen. Das kann uns nun nicht mehr passieren“, erklärt Rautenberg. Dadurch würden in Zukunft auch weniger Reparaturarbeiten anfallen.

Auf einer Arbeitsbühne in rund sieben Metern Höhe arbeiten Ingo Schulte und seine Kollegen derzeit an der Kesselschmiede. Bei bestem Wetter wurden dort auch am Mittwoch die Scheiben und der Stahlgitterrahmen der Fenster erneuert. Die Arbeiten sollen noch bis Mitte März dauern. Foto: Stadt Papenburg
Auf einer Arbeitsbühne in rund sieben Metern Höhe arbeiten Ingo Schulte und seine Kollegen derzeit an der Kesselschmiede. Bei bestem Wetter wurden dort auch am Mittwoch die Scheiben und der Stahlgitterrahmen der Fenster erneuert. Die Arbeiten sollen noch bis Mitte März dauern. Foto: Stadt Papenburg

Insgesamt kostet die Erneuerung der gesamten Fenster der Kesselschmiede die Stadt rund 150.000 Euro. „Das ist eine Menge Geld, aber es ist gut angelegt“, ist sich Rautenberg sicher. Eine besondere Herausforderung bei der Sanierung ist die Tatsache, dass die Kesselschmiede und natürlich auch die großen Fenster unter Denkmalschutz stehen. „Darum sind wir bei der Auswahl der Arbeiten eingeschränkt. Es dürfen nur spezielle Stahlgitterrahmen und Scheiben eingebaut werden, die dem Charakter der Kesselschmiede entsprechen. Ich finde die nun neuen Fenster sind eine tolle Lösung“, betont Rautenberg. Und auch Ingo Schulte sagt in sieben Metern Höhe während ihm die Sonne über die Schulter scheint: „So kann sich das Schmuckstück hier doch sehen lassen. Und bei dem Wetter macht die Arbeit natürlich besonders viel Spaß.“

Text und Foto: Stadt Papenburg

Ein Interview mit Ingo Schulte sehen Sie hier: