Feuerwehrausbildung auf Kreisebene wird fortgesetzt – Besondere Sicherheitsvorkehrungen – Großer Lehrgangsbedarf

Feuerwehrausbildung auf Kreisebene wird fortgesetztBesondere Sicherheitsvorkehrungen – Großer Lehrgangsbedarf

Sögel/Lingen Nach einer längeren Pause infolge der Corona-Pandemie haben die Ausbilder der Kreisfeuerwehr Emsland den Lehrgangsbetrieb an den Ausbildungsstandorten in der FTZ Sögel und der Dependance Lingen wieder eröffnet. Die beiden neuen Ausbildungsleiter Frank Burrichter und Florian Bethke hatten ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, dem die Kreisverwaltung zustimmte.

„Die emsländischen Feuerwehren verzeichnen weiterhin steigende Mitgliederzahlen“, sagte Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff anlässlich der Wiederaufnahme des mit Beginn der Corona-Krise unterbrochenen Sprechfunklehrgangs in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Sögel. Um die Nachwuchskräfte weiterhin zu motivieren und bei den Einsätzen heranziehen zu können, seien frühzeitige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich. Dyckhoff und Abschnittsleiter Wolfgang Veltrup freuten sich, dass es den beiden Kreisausbildungsleitern Frank Burrichter und Florian Bethke gelungen sei, ein schlüssiges Konzept vorzulegen, das vielfältige Vorsichtsmaßnahmen beinhalte. Beide hatten erst im Februar ihre Aufgabe übernommen und wurden kurz darauf vom „Lock Down“ in der Feuerwehrausbildung überrascht, der mit dem Einstellung des Lehrgangsbetriebes an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) einsetzte – „zum Schutz der Ausbilder und der Auszubildenden“ , wie es hieß.

Begonnene Kreislehrgänge mussten Mitte März abrupt beendet werden, was nach Ansicht der Verantwortlichen „nicht optimal“ war. Geplante Termine wurden abgesetzt. Die bisherige jährliche Pensum von 20 bis 25 Kursen mit rund 1000 Lehrgangsteilnehmern werde in 2020 nicht mehr erreicht werden können, sagten Burrichter und Bethke.

Das von ihnen mit Unterstützung der Spartenleiter erstellte Hygienekonzept erhält neben den allseits bekannten Schutzmaßnahmen noch vielfältige Hinwiese und Vorgaben für die Feuerwehrausbildung, die langsam in Theorie und Praxis hochgefahren wird. Besonders herausfordernd ist die Einhaltung der Abstandsregeln in den Ausbildungssälen, was durchaus kreatives Handeln erfordere. Durchnummerierte Einzeltische, Pausen -und Verpflegungs- und Anreiseregeln gehören zu den Handlungsanweisungen. Erfreut zeigten sich die Ausbilder der wieder angelaufenen Sprechfunklehrgänge, dass die jungen Kameraden mit großem Interesse bei der Sache sind und die vor der Einstellung des Lehrganges vermittelten Lerninhalte nicht vergessen hatten.

Trotz aller Einschränkungen sieht man in der Kreisfeuerwehrführung und bei den Ausbildungsleitern auch Chancen, die Ausbildung zukünftig zumindest teilweise zu verändern und zum Beispiel Möglichkeiten des E-Learning zu erproben. Auch an den NABKs werden dazu Ideen entwickelt.

Auch die örtliche Ausbildungsarbeit in den Wehren war Mitte März entsprechend den Anweisungen der Kreisfeuerwehr eingestellt worden. Lediglich die notwendigsten Maßnahmen, um Fahrzeuge und Geräte einsatzbereit zu halten, wurden durchgeführt. Die oberste Prämisse der Wehren war, alles zu tun, um einsatzbereit zu bleiben. Dieses Ziel wurde in den vergangen Monaten von allen Feuerwehren erreicht. Mittlerweile lassen die meisten Wehren die Ausbildungsarbeit unter Beachtung besonderer Schutzmaßnahmen langsam wieder anlaufen.

Text und Fotos: Lambert Brand