Feuerwehrverband Altkreis Meppen e.V. – Verbandsversammlung am 19.05.2019

Der Verbandsvorsitzende Josef Cordes freute sich die Kameradinnen und Kameraden zu begrüßen. Auch waren Marc-André Burgdorf vom Landkreis Emsland, der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing und der stellv. Bürgermeister der Stadt Haren Hartmut Bruns der Einladung gefolgt. Musikalisch umrahmt wurde das Treffen von der Feuerwehrkapelle Kluse.

Ehrenzeichen des Feuerwehrverbandes Altkreis Meppen e.V. in Gold. v.l.n.r.: Josef Cordes , Wilfried Tieben, Markus Schüler, Andreas Gödeker, Helmut Grommel, Heinz Grüter, Franz-Josef Klugmann, Holger Dyckhoff, Hartmut Bruns
cEhrenzeichen des Feuerwehrverbandes Altkreis Meppen e.V. in Gold. v.l.n.r.: Josef Cordes , Wilfried Tieben, Markus Schüler, Andreas Gödeker, Helmut Grommel, Heinz Grüter, Franz-Josef Klugmann, Holger Dyckhoff, Hartmut Bruns Foto: Jens Menke

Josef Cordes berichtete von der Vereinsarbeit auf Bezirks- und Landesebene. Wichtige Themen wie „Potentiale und Grenzen der ehrenamtlichen Arbeit“ oder auch die Einführung neuer Dienstkleidung wurden hier behandelt. 150 Jahre Landesfeuerwehrverband Niedersachsen wurde im Niedersächsischen Landtag gefeiert. Es ergaben sich hier viele Gespräche mit den Mitgliedern des Landtags, wo das Emsland thematisiert wurde.

MdL Bernd-Carsten Hiebing. Foto: Jens Menke
MdL Bernd-Carsten Hiebing. Foto: Jens Menke

Bernd-Carsten Hiebing sprach den demografischen Wandel an, sah aber auch noch kein Nachwuchsproblem. Aber es sei auch die Aufgabe der Politik, diesen Wandel im Auge zu behalten. Denn das Engagement für das Gemeinwohl braucht ein starkes Ehrenamt. Hiebing unterstrich seine Abscheu bei Gewalt gegen Rettungskräfte. Gewalt gegen die Einheiten, die, lt. einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung, die vertrauenswürdigste Gruppe bildet. Die Politik sei gefordert, so der Landtagsabgeordnete, ein wachsames Auge auf Rahmenbedingungen, Ausstattung, Ausbildung und die Nachwuchsförderung zu haben.

Marc-André Burgdorf. Foto: Jens Menke
Marc-André Burgdorf. Foto: Jens Menke

Marc-André Burgdorf überbrachte die Grüße des Landrats Winter und des Landkreises Emsland. 3.000 Feuerwehreinsätze pro Jahr werden über die Einsatzleitstelle des Landkreises bearbeitet. Die Feuerwehr bildet den Grundstein der Sicherung und hat eine hohe Verantwortung bei der Gefahrenabwehr. Das System der Freiwilligkeit ist gut und hat sich bewährt. Dieses zeigen auch die Großeinsätze, die in letzter Zeit abgearbeitet wurden. Die Feuerwehr dient der Gesellschaft als Vorbild. 365 Tage im Jahr stehen die Feuerwehrleute bereit. Burgdorf unterstrich die Wichtigkeit der Verbandsarbeit und die Vertretung auf Landesebene.

Hartmut Bruns sprach als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Haren auch von der Wichtigkeit der Vereinsarbeit. Hier können zum Beispiel Abläufe durchdacht werden. Er erinnert sich gerne an die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die er als Polizist erfahren konnte. Für die Unterstützung war er sehr oft froh. Außerhalb der Einsätze gibt es diese Zusammenarbeit aber auch. Bruns nannte hier beispielhaft die Präventionskampagne für Fahranfänger „Abgefahren – wie krass ist das denn?“.

Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff. Foto: Jens Menke
Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff. Foto: Jens Menke

Der Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff übermittelte den Gruß sowie den Dank der Kreisfeuerwehr und berichtet als Mitglied im Vorstand des Kreisfeuerwehrverband Altkreis Meppen e.V. über aktuelle Themen. Er stellte die Frage in den Raum: „Was wäre Deutschland, Niedersachsen, der Landkreis Emsland oder auch die Gemeinden ohne Ehrenamtliche?“ Feuerwehrleute sind es gewohnt, Einsatzstellen abzuarbeiten. Zur Not auch mit mangelnder Ausstattung – das darf aber nicht sein! Hier setzen sich die Feuerwehrverbände für die Modernisierung ein. Dieses jetzt auch schon seit 50 Jahren vom Kreisfeuerwehrverband Altkreis Meppen.  Nachdem der ABC-Zug Bawinkel des DRK nach 50 Jahren den Dienst eingestellt hat müssen nun die Feuerwehren diese Aufgabe übernehmen. Hier müssen diese Erfahrung und Entwicklung aufgeholt und hierfür passende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Durch kommunale, aber auch übergemeindliche Kräfte wurde der Moorbrand in Esterwegen mit vereinten Kräften gelöscht. Die Bedeutung von übergemeindlichen Einheiten wächst zunehmend. Hierbei spielen die Katastrophenschutzfahrzeugen in Niedersachsen eine besondere Rolle. Allerdings sind viele dieser Fahrzeuge schon sehr betagt bzw. nicht mehr einsatzbereit. Der Bund ist hier aufgefordert diese Fahrzeuge möglichst schnell zu ersetzen. Dyckhoff berichtete auch über den geplanten Erlass bezüglich der Neuaufstellung der Kreisfeuerwehrbereitschaften. Beim Moorbrand auf der WTD 91 wurde deren Bedeutung für den Katastrophenschutz wieder bestätigt. Aufgaben und Ausstattung werden hier für die zukünftigen Risiken gewählt. Eine Kreisfeuerwehrbereitschaft muss sich in den ersten 24 – 48 Stunden autark versorgen. Die Feuerwehren müssen den Logistikzug materiell und personell eigenständig leisten können. Auch das Niedersächsische Brandschutzgesetz soll in Teilen bis 2022 mit Wirkung in die Feuerwehrverordnung überarbeitet werden. Hier haben 6 Strukturkommissionen die denkbare Entwicklung der niedersächsischen Feuerwehren bis 2030 auf 600 Seiten zusammengetragen. Von Dienstbekleidung über technische Ausstattung bis hin zur Ausbildung wird es noch einige Veränderungen geben.

Der Kreisbrandmeister denkt, dass die umfangreiche Arbeit, die in den Feuerwehren geleistet wird, von der Bevölkerung nicht gesehen wird – außer es gibt Berichterstattungen über Einsätze. Die Ausbildung und auch die Übungen, welche oftmals auch übergemeindlich durchgeführt werden, verdienen Anerkennung und Respekt. Dyckhoff richtet am Ende seiner Ansprache seinen Dank an den Landkreis Emsland, der derzeit viel für die Sicherheit der Bevölkerung auf dem Weg gebracht hat und endete mit dem Motto des Landesfeuerwehrverbandes: „Zukunft gestalten – Deine Feuerwehr“.

Wolfgang Veltrup. Foto: jens Menke
Wolfgang Veltrup. Foto: jens Menke

Bei der Versammlung wurde turnusgemäß auch der neue Verbandsvorsitzende gewählt. Der Brandabschnittsleiter Mitte, Wolfgang Veltrup, hatte sich bereit erklärt in die Fußstapfen von Josef Cordes zu treten und wurde einstimmig gewählt. Cordes bleibt dem Vorstand aber als Geschäftsführer erhalten.

Neu eingerichtet wurde die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten, zu der einstimmig Lena Leigers gewählt wurde. Jens Menke wird die Funktion des Pressewartes übernehmen.