Flagge zeigen gegen Gewalt an Frauen

Auch vor dem Papenburger Rathaus wurde am Montag zum internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ demonstrativ die Flagge der Frauenorganisation „Terre des femmes“ gehisst.  Auf Einladung der Gruppe „Häusliche Gewalt“ des Kriminalpräventionsvereins Papenburg waren um 14 Uhr rund 30 Teilnehmer verschiedener Organisationen aus der Stadt gekommen, wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Caritas oder Mitglieder des Stadtrates. „Ich freue mich sehr, dass auch heute wieder viele Vertreter, denen das Thema ,Keine Gewalt gegen Frauen‘ wichtig ist, heute gekommen sind“, begrüßte Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft die Teilnehmer.

Auch in diesem Jahr trafen sich wieder zahlreiche Vertreter verschiedener Organisationen am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen vor dem Papenburger Rathaus um traditionell die Flagge von „Terre des femmes“ zu hissen. Foto: Stadt Papenburg
Auch in diesem Jahr trafen sich wieder zahlreiche Vertreter verschiedener Organisationen am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen vor dem Papenburger Rathaus um traditionell die Flagge von „Terre des femmes“ zu hissen. Foto: Stadt Papenburg

Am Montagvormittag hatte es zuvor in der BBS Papenburg Technik und Wirtschaft und in der BBS Hauswirtschaft Workshops zum Thema „Loverboys“ gegeben. „Das Jahr 2019 steht unter dem Motto „S€X IST UNB€ZAHLBAR“ und tritt für eine Welt ohne Prostitution ein“, erläuterte dazu Melanie Schröder. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Papenburg hatte die Workshops organisiert. „Loverboys sind Männer, die jungen Frauen eine Liebesbeziehung vorspielen, sie sozial isolieren, emotional abhängig machen und schließlich in die Prostitution zwingen“, so Schröder weiter. Gefährdet seien Frauen und Mädchen aus allen sozialen Schichten. „Insbesondere durch Papenburgs geografische Nähe zu den Niederlanden, wo die Loverboy-Methode weit verbreitet ist, ist Aufklärung enorm wichtig“, ergänzt hierzu die Koordinatorin zum Präventionsprogramm für Jugendliche zur Aufklärung über die „Loverboy“-Methode, Anika Schönhoff, die die Workshops durchführt. An den Veranstaltungen in der BBS nahmen dann auch knapp 80 Schülerinnen und sogar einige Schüler teil.

Die Gruppe „Häusliche Gewalt“ des KPV setzt sich zusammen aus Vertretern der Diakonie Emsland, der Polizei Papenburg, des SKFM Papenburg e.V., der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) Nördliches Emsland, des DRK-Kreisverband Emsland e.V. (Kindertagesstätten & Fachberatung sowie Migrationsberatungs- und Kontaktstelle), des Caritasverband für den Landkreis Emsland (Fachdienst Häusliche Gewalt), der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Papenburg, des Landkreis Emsland (Fachbereich Jugend) sowie des Psychologischen Beratungszentrums Papenburg.

Text und Foto: Stadt Papenburg