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Flammen fressen sich durch reifes Getreidefeld – 50 Einsatzkräfte stoppen Großbrand vor Wald und weiteren Feldern

Twist. Ein großflächiger Brand auf einem reifen Getreidefeld hat am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz der Feuerwehren in Twist ausgelöst. Gegen 16.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Flächenbrand an der Bauernsiedlung alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die Lage dramatisch: Eine weithin sichtbare Rauchsäule stand über dem Einsatzort.

Das Getreidefeld war noch nicht abgeerntet, die Pflanzen jedoch bereits vollständig ausgereift und aufgrund der anhaltenden Trockenheit extrem leicht entzündlich. Auf einer Fläche von rund zwei bis drei Hektar fraßen sich die Flammen mit hoher Geschwindigkeit durch den Bestand. Begünstigt durch den teils kräftigen Wind breitete sich das Feuer rasend schnell aus und drohte auf angrenzende Flächen sowie ein nahegelegenes Waldstück überzugreifen.

„Wir wurden gegen 16.30 Uhr zu einem Flächenbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die Rauchsäule deutlich sichtbar. Als wir eintrafen, hatten wir eine große Feuerfront vor uns, die sich durch den Wind sehr schnell weiter ausbreitete“, schildert Dirk Hohensee, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Twist.

Angesichts der Dynamik wurden umgehend die Feuerwehren aus Groß Hesepe und Schöningsdorf nachalarmiert. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der drei Ortsfeuerwehren vor Ort. Während mehrere Trupps sofort mit der Brandbekämpfung begannen und lange Schlauchleitungen über das Feld verlegten, wurde parallel versucht, eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Entscheidende Unterstützung erhielten die Feuerwehrleute dabei von mehreren Landwirten. Mit ihren Traktoren und Grubbern zogen sie breite Schneisen durch den Boden und trennten so bereits brennende Bereiche von noch unversehrten Feldflächen. Diese Zusammenarbeit erwies sich als wichtiger Baustein bei der Eindämmung des Feuers.

„Der Wind hat das Feuer immer wieder weiterlaufen lassen. Besonders kritisch war, dass sich unmittelbar angrenzend ein Waldstück befindet. Gemeinsam mit den Landwirten, die mit ihren Treckern die Flächen abgegrubbert haben, konnten wir das Feuer schließlich stoppen und verhindern, dass es auf den Wald oder weitere Felder übergreift“, berichtet Hohensee.

Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen gelang es den Einsatzkräften schließlich, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und vollständig abzulöschen. Trotz der erheblichen Ausdehnung blieb der Brand auf das betroffene Feld begrenzt. Verletzt wurde niemand.

Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Hinweise auf die Brandursache lagen zunächst nicht vor.

Mit Blick auf die anhaltende Trockenheit appelliert der Ortsbrandmeister eindringlich an die Bevölkerung: „Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette kann bei diesen Bedingungen ausreichen, um einen Flächenbrand auszulösen. Die Vegetation ist extrem trocken. Deshalb bitten wir alle, besonders vorsichtig zu sein und keinerlei glimmende Gegenstände in der Natur zu entsorgen.“

Gerade in den Sommermonaten seien Getreidefelder, Wiesen und Waldränder besonders gefährdet. Schon wenige Funken könnten ausreichen, um Brände mit erheblichem Ausmaß zu verursachen. Der Einsatz in Twist habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig das schnelle Zusammenspiel von Feuerwehr und Landwirtschaft sei, um größere Schäden zu verhindern.