Flugzeugabsturz in Elbergen – Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd führt Übung durch

Am Samstagnachmittag hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft Abschnitt Süd in Elbergen einen Flugzeugabsturz simuliert und führte damit eine Großübung mit ca. 160 Kameradinnen und Kameraden durch.

Gegen 15.30 Uhr gab es, laut Situationsdarstellung, Kontakt mit einem Flugzeug, welches durchstarten musste. Kurze Zeit später riss der Kontakt mit dem Flugzeug ab. Es stürzte ab, streifte dabei eine Lagerhalle und stürzte dann in ein Waldstück. Mehrere Personen sind vermisst. Die Lagerhalle steht in Brand und durch Wrackteile stehen auch Teile des Waldes in Flammen. Vor Ort gibt es keine Wasserentnahmestellen. Eine Wasserversorgung muss aus einem ca 2 km entfernten See zu den Einsatzstellen hin aufgebaut werden.

Ein Szenario, welches die Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd natürlich vor mehrere Aufgaben stellte. Insgesamt gab es drei Einsatzstellen abzuarbeiten und zu versorgen:

Ein Auto simulierte das abgestürzte Flugzeug - Foto: NordNews.de
Ein Auto simulierte das abgestürzte Flugzeug – Foto: NordNews.de
  1. Brand einer Lagerhalle verbunden mit einem Waldbrand und zusätzlichen vermissten Personen in der Lagerhalle.
  2. Aufbau einer Wasserversorgung aus einem See, der ca. 2 km entfernt ist. Zudem sollte ein Übergabebehälter mit integriert sein.
  3. Auffinden des Flugzeuges (hier symbolisiert durch ein Auto, welches hochkant zwischen zwei Bäumen eingekeilt ist) Befreiung eingeklemmter Personen und suchen vermisster Personen mit Unterstützung der Rettungshundestaffel Lingen. Zudem auch hier die Bekämpfung eines Waldbrandes.

Eine nicht alltägliche Übung, die auch ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft und zusammenarbeiten der Kameradinnen und Kameraden geführt hat. Die Wasserleitung von ca. 2 km aus einem angrenzenden See wurde noch perfektioniert. Aus den Erfahrungen mit dem Moorbrand 2018 hat man Konsequenzen gezogen und immer wieder zwischendurch Verbindungen geschaffen. Somit konnten auch plötzlich neue auftretende Brände bekämpft werden.

Schnelle Rettung von verletzten Personen - Foto: NordNews.de
Schnelle Rettung von verletzten Personen – Foto: NordNews.de

Durch systematisches Vorgehen konnte das Flugzeugwrack schnell gefunden werden. Die Personen, die sich im Wrack befunden haben, konnten schnell und adäquat befreit werden.

Zur Unterstützung der Suche nach vermissten Personen wurde noch eine Drohne eingesetzt. Das spezielle bei dieser Drohne war, dass auch eine Suche nach Wärme möglich war. Somit können Personen in einem dichten oder nicht einfachen Gelände schneller lokalisiert werden. Rettungskräfte können diese Person dann besser finden.

Rettung einer Person aus der verqualmten Lagerhalle - Foto: NordNews.de
Rettung einer Person aus der verqualmten Lagerhalle – Foto: NordNews.de

Die Brandbekämpfung der Lagerhalle konnte, nach dem Aufbau der Wasserversorgung, umgehend aufgenommen werden. Das Betreten der Lagerhalle unter Atemschutz wurde durchgeführt. Eine Besonderheit gab es hier jedoch: Die Lagerhalle konnte nicht, wie gewohnt, belüftet werden. Es gab keinen „zweiten Ausgang“ aus dem der Qualm „herausgepustet“ werden konnte. Somit mussten die Belüftungsanlagen den Rauch aus der Halle „saugen“. Aber auch das verlief problemlos, so dass die in der Lagerhalle vermisste Person schnell gefunden werden konnte.

Einsatz sogenannter Rauchbomben zur Simulation eines Brandes - Foto: NordNews.de
Einsatz sogenannter Rauchbomben zur Simulation eines Brandes – Foto: NordNews.de

Der sich an der Lagerhalle schnell ausbreitende Waldbrand (simuliert durch kleine „Rauchbomben“) konnte ebenfalls schnell unter Kontrolle gebracht werden.

In einem Waldgebiet gab es mehrere Personen, die vermisst wurden. Hier kam nun die Rettungshundestaffel Lingen zum Einsatz. Die Rettungshundestaffel durchsuchte ein Waldgebiet mit fünf ausgebildeten und geprüften Hunden. Alle vermissten Personen konnten gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Abschnitt Süd – ein Fazit

Ein Flugzeugabsturz ist natürlich eine Seltenheit, aber auch nie ausgeschlossen. Daher macht es natürlich Sinn ein Szenario auszuarbeiten, welches Hand und Fuß hat. Und genau dieses ist der Kreisfeuerwehrbereitschaft Abschnitt Süd gelungen.

Einsatz der Rettungshundestaffel aus Lingen - Foto: NordNews.de
Einsatz der Rettungshundestaffel aus Lingen – Foto: NordNews.de

Perfekte Koordination der Einsatzkräfte, gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und auch gezielte Anforderungen spezieller Gruppen wie hier die Rettungshundestaffel aus Lingen.

Natürlich ist das ganze Geschehen ruhig abgelaufen. Aber genau diese ruhige Organisation und Durchführung bringt die Routine rein, die man im Ernstfall benötigt.

Hier geht es zum ausführlichen Video zur Übung

Daniel Herbers, als Kreisbereitschaftsführer Emsland-Süd, bringt es letzt endlich auf den Punkt. Es ist alles gut verlaufen, nur leichte Kommunikationsprobleme, die aber nicht von großer Bedeutung waren.

LÖschen des Waldbrandes – Foto: NordNews.de

Für uns als außenstehende Beobachter ist alles perfekt Hand in Hand gelaufen. Es war interessant zu beobachten, wie die einzelnen Feuerwehren miteinander agieren und gut zusammenarbeiten.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle, die an dieser Übung teilgenommen haben. 160 Kameradinnen und Kameraden haben hervorragend zusammengearbeitet und gezeigt, dass die Feuerwehren stets einsatzbereit sind.

Ein dickes Danke an alle Feuerwehren und auch die anderen Hilfsorganisationen.

Fazit zur Übung 2019