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Gebäudebrand in Lingen-Damaschke – Mehrfamilienhaus beschädigt

Lingen (Emsland), 2. Dezember 2025 – Am heutigen Dienstagnachmittag wurde in Lingen-Damaschke ein umfangreicher Feuerwehreinsatz erforderlich. Gegen 15:56 Uhr wurde in der Von-Eichendorff-Straße ein Brand in einem Mehrfamilienhaus gemeldet.

Die Feuerwehren Brögbern, Holthausen und Lingen wurden initial mit dem Alarmstichwort F3 (Zimmerbrand) alarmiert. Die Situation eskalierte jedoch schnell. Steffen Tölsner, Pressesprecher der Feuerwehr Lingen, bestätigte: „Beim Eintreffen der ersten Kräfte erhöhte sich die Alarmstufe auf F4 Gebäudebrand. Wir haben hier ein Mehrfamilienhaus vorgefunden, eine Küche stand in Vollbrand.“

Aufgrund der unmittelbaren Gefahr eines Überschlags auf das Dach wurde der Einsatz forciert. Trotz eines schnellen Löschangriffs griffen die Flammen teilweise auf die Dachkonstruktion über. „Der Dachstuhl ist in Mitleidenschaft gezogen worden. Das war leider nicht mehr zu verhindern,“ so Tölsner weiter.

Zur Brandbekämpfung wurden 55 Einsatzkräfte mit elf Fahrzeugen eingesetzt. Die Löscharbeiten erfolgten mehrstufig: „Wir haben mehrere Trupps hier unter Atemschutz im Einsatz, sowohl im Innenangriff als auch im Außenangriff, sowie auch über die Drehleiter, die dann die Dachhaut öffnen und von oben mit Wasser das Feuer bekämpfen.“

Die Einsatzbedingungen im Haus waren durch die Hitzeentwicklung extrem anspruchsvoll. Tölsner beschrieb die Herausforderungen für die Atemschutzträger: „Beim Vollbrand einer Küche, es herrschen natürlich schon immense Temperaturen. Unsere Ausrüstung hält natürlich eine gewisse Gradzahl an Feuer ab, aber auch nur für einen kurzen Moment. Natürlich merkt man die Hitze.“

Die Bewohner konnten das Gebäude selbstständig verlassen. Eine 18-jährige Person, die eine Rauchgasvergiftung erlitt, wurde zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht.

Das Mehrfamilienhaus gilt aufgrund der Brand- und Rauchschäden als nicht mehr bewohnbar. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen der Polizei. Die Nachlöscharbeiten, insbesondere die Suche nach Glutnestern mittels Wärmebildkamera, werden voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern. Die Logistik der Einsatzkräfte wurde durch die Bereitstellung von Sanitäreinrichtungen in der benachbarten Turnhalle unterstützt.