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Geeste bis auf Weiteres ohne Gas – Hauptleitung bei Arbeiten beschädigt

Was als routinierte Vorbereitung für ein traditionelles Schützenfest begann, hat am Samstagnachmittag zu einem folgenschweren Großeinsatz in Geeste geführt. Im Ortsteil Geeste kam es in der Hedwigstraße zu einem massiven Gasaustritt, nachdem bei Arbeiten eine Hauptgasleitung beschädigt wurde. Die Folgen: Evakuierungen, ein großräumiger Feuerwehreinsatz – und für mehrere hundert Haushalte vorerst keine Gasversorgung.

Geeste bis auf Weiteres ohne Gas – Hauptleitung bei Arbeiten beschädigt
Geeste bis auf Weiteres ohne Gas – Hauptleitung bei Arbeiten beschädigt

Gegen 15:14 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bereits auf der Anfahrt zeichnete sich ab, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Einsatz handeln würde. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Gas trat hörbar und mit erheblichem Druck aus dem Boden aus. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich umgehend ab und leiteten umfangreiche Sicherungsmaßnahmen ein.

Auslöser des Vorfalls war das Einschlagen einer Metallhülse in den Boden, die zur Befestigung von Stangen für Schützenfestfähnchen dienen sollte. Dabei wurde offenbar eine unterirdische Gasleitung getroffen. Besonders brisant: Für die Beteiligten war nicht erkennbar, dass sich an dieser Stelle überhaupt eine Gasleitung befindet. Ein Hinweisschild auf der gegenüberliegenden Straßenseite verwies lediglich auf eine dort verlaufende Leitung, nicht jedoch auf die betroffene Stelle. Somit konnte niemand ahnen, dass sich in diesem Bereich – zudem in entsprechender Tiefe – eine Hauptgasleitung befand.

Die Feuerwehr reagierte umgehend. Rund 35 Einsatzkräfte sowie Polizei, Rettungsdienst und ein Gefahrgutzug waren im Einsatz. „Wir haben einen massiven Gasaustritt vorgefunden, den wir zunächst abgesperrt haben. Anschließend wurden die umliegenden Häuser evakuiert und kontrolliert sowie umfangreiche Absperrmaßnahmen eingeleitet“, erklärte Einsatzleiter Dennis Keiser von der Feuerwehr Osterbrock. Weiter führte er aus: „Wir sind zusammen mit weiteren Einheiten alarmiert worden und haben uns bereits auf der Anfahrt versichert, dass der zuständige Energieversorger informiert ist.“

Ein Evakuierungsradius von etwa 100 Metern wurde eingerichtet. Mehrere Häuser mussten geräumt werden, während Spezialkräfte Messungen durchführten und die Umgebung auf mögliche Gasansammlungen überprüften. Der zwischenzeitlich starke Wind erschwerte die Lage zusätzlich, da er das Gas unkontrolliert verteilen konnte, zugleich aber auch zur Verdünnung beitrug.

Der Energieversorger begann parallel mit umfangreichen Maßnahmen zur Sicherung der Leitung. Mehrere Absperrpunkte mussten geschlossen werden, was sich als zeitintensiv erwies. Erst nach und nach konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. Glücklicherweise wurden in den betroffenen Gebäuden nur wenige Personen angetroffen, Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Die Auswirkungen sind dennoch erheblich: Mehrere hundert Haushalte sind aktuell von der Gasversorgung abgeschnitten. Wie lange dieser Zustand anhält, ist derzeit unklar. Die Reparatur der beschädigten Hauptleitung dürfte aufwendig sein, konkrete Zeitangaben liegen bislang nicht vor.