Geisterhäuser – Verlassene Orte in den Alpen – ein Buch der Extraklasse

Wir haben ja schon einige Bücher rezensiert, verschlungen, gelesen und kommentiert, aber ein Buch über „Geisterhäuser“ war noch nie dabei.

Für „Urbexer“, eben die, die gerne mal nach verlassenen Orten suchen, scheint dieses Buch von Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler ein must have zu sein. Doch wenn diese Urbexer dann meinen, detaillierte Beschreibungen zu finden, wie sie wo hin kommen, liegen sie falsch. Meistens.

Geisterhäuser - Verlassene Orte in den Alpen - ein Buch der Extraklasse
Geisterhäuser – Verlassene Orte in den Alpen – ein Buch der Extraklasse

Doch gibt es überhaupt noch verlassene, selten gefundene Orte in den Alpen? Ja klar. Und nicht wenige, wie es scheint.

Das Buch ist aufgeteilt in verschiedene Rubriken. Von Strassen und Wegen im Gebirge, über die Bauernwelt, weiter über Industrie in den Alpen bis hin zu Villen und Ansitze, die wohl jeder gerne mal hätte.

Doch wie oben schon beschrieben, werden hier zwar Namen der z. B. verlassenen Dörfer benannte, doch es finden sich keine detaillierten Karten, wie man dort hin kommt. Aber dennoch kann man auf seine Kosten kommen, wenn man etwas sehen möchte. Es gibt eine extra Rubrik für Entdecker. Hier werden „Lost Places“ veröffentlicht, die frei zugänglich sind, die man zum Teil besichtigen kann. Eine genaue Beschreibung rundet das Ganze dann noch ab.

Geisterhäuser in den Alpen – nicht nur ein Bilderbuch

An dieser Stelle erst einmal ein riesiges DANKE an Stefan Hefele und Eugen E. Hüsler für dieses Buch. Als wir es erhalten haben, haben sich bei uns nahezu alle darauf gestürzt und wollten es haben.

Es ist kein reines Bilderbuch über verlassene Orte. Nein, es ist ein kunstvoll gestaltetes Vorzeigeobjekt. Die Bilder der verlassenen Orte, egal ob Strassen, Villen oder Dörfer, sind perfekt umgesetzt worden. Ich spare mir hier den Slogen „in Scene gesetzt“ da man hier nichts in Scene setzen muss. Es macht Spass, das Buch zu lesen und auch zu schauen. Bemerkenswerte, ausdrucksvolle Bilder von einsamen Orten. Die Künstler haben es diesseits und jenseits der Alpen geschafft, dass vergessene Orte wieder ins Gedächtnis gerufen wurden.

Jeder, der dieses Buch in den Händen hält wird bewusst werden, wie viel Arbeit, wie viel Kilometer in der Verwirklichung eines solchen Buches liegen. Alleine schon hierfür bekommen die Autoren den größten Respekt.

Geisterhäuser – Verlassene Orte in den Alpen aus dem Bruckmann Verlag, ist ein Buch, welches nicht nur Urbexer oder Fans der verlassenen Orte gut finden werden. Viele Leser werden sich in der hervorragenden Gestaltung, in den hervorragenden Bildern und in der hervorragenden Beschreibung verlieren und dieses Buch nicht mehr aus den Händen geben wollen. Ein absolutes Daumen hoch.