Gelebte Integration am Rande der Gewerbeschau – Kinder mit Down-Syndrom betreiben Cafe bei schmees ladenbau

Lathen. Im Rahmen der Gewerbeschau am kommenden Sonntag in Lathen möchte das Unternehmen schmees Ladenbau ein Zeichen für gelebte Integration setzen. So können Besucher nicht nur die modernen Produktionsabläufe und den Hightech Maschinenpark des Ladenbauers besichtigen, sondern sich auch in einem „besonderen“ Café stärken.

Betrieben wird das Café mit Namen „Lucky“ am 19. September ab 11.00 Uhr von einem Team von rund 20 Kindern, die mit dem Down-Syndrom geboren wurden. Je nach Befähigung nehmen die kleinen Helfer am Tag der Gewerbeschau Bestellungen entgegen, kassieren oder räumen die Tische ab. Begleitet werden sie hierbei von ihren Eltern. Alle Einnahmen, die durch den Verkauf von Speisen und Getränken erzielt werden, samt hoffentlich großzügiger Trinkgelder, werden gesammelt und in einen gemeinsamen Besuch in einen Freizeitpark investiert. „Unsere kleinen Helferinnen und Helfer „verdienen“ sich so ihren Ausflug selbst und können auf ihre Leistung stolz sein“, so Norbert Schmees, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. Unterstützung erhält er hier von den Partnerunternehmen Bedford, Joliente, Roland Mills United, Brauerei Borchert, Werbestudio Albers und Kemker, die entweder Essen und Getränke oder Equipment sponsern.

Eltern sehr gut vernetzt!

Über ein Netzwerk hatte Schmees Kontakt mit Eltern von Kindern mit Down-Syndrom, die die Idee des Cafés unterstützen. Der Name des Cafés „Lucky“ leitet sich ab von dem Begriff „the lucky few“. So werden im angloamerikanischen Raum Kinder mit dem Down-Syndrom bezeichnet. Viele Eltern erfahren durch die pränatalen Untersuchungen bereits frühzeitig von dem Down-Syndrom-Befund und entscheiden sich gegen das Kind. Die anderen sind „die wenigen Glücklichen“. Das Café-Logo leitet sich von dem Lucky Few Tattoo ab. Das Tattoo hatte sich eine Mutter aus den USA ausgedacht, welche selbst ein Kind mit dem Down-Syndrom hat. Die 3 Pfeil-Spitzen stehen für das Chromosom 21. Weil alle Menschen mit Down-Syndrom das Chromosom 21 dreimal haben. Immer mehr Menschen lassen sich das Tattoo stechen. Sie teilen Fotos davon im Internet.

„Wir wollen hier für den Tag der Gewerbeschau ein Café der Integration betreiben. Denn wir wissen, dass diese besonderen Kinder eine Bereicherung für die Gesellschaft sind“, beschreibt Schmees.

Mehr Infos finden Sie unter: https://einfachstars.info/blog/19950-familien-mitglieder-von-menschen-mit-down-syndrom-lassen-sich-taetowieren.html

Text und Foto: Medienbüro KeuKorn