Gewässersanierung des Wörmers in Wesuwe

Revitalisierung und Anlegung eines Seitengewässers zur Förderung von Wasserqualität und Naturschutz in Wesuwe
Haren (Ems). Aktuell finden im Bereich Wesuwe viele Fahrzeug- und Erdbewegungen statt, denn der Wörmer soll nach langer Zeit wieder in seinen Ursprungszustand versetzt werden: „Hintergrund der Revitalisierung ist, dass das städtische Gewässer über die vergangenen Jahrzehnte stark versandet ist“, erklärt Bürgermeister Markus Honnigfort. Insbesondere dem Pächter, dem Fischereiverein Wesuwe, war es daher ein großes Anliegen die Lebensbedingungen für die Fische, welche sehr stark unter dem Sauerstoffmangel leiden, wiederherzustellen: „In den zurückliegenden Jahren kam es wiederholt zu Fischsterben im Wörmer“, erläutert Günter Eiken, 1. Vorsitzender des Fischereiverein Wesuwe Ems e.V..
Um Abhilfe zu schaffen, wurden mittlerweile bereits erste Schritte hinsichtlich der Projektumsetzung in die Wege geleitet: Zunächst war die Schaffung einer Grube, eines sogenannten Spülfelds, erforderlich. „Um ein ausreichendes Speichervolumen für die anfallenden organischen Sedimente zu erhalten, wurde daher eine im Eigentum der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland befindliche Nachbarsfläche etwas weiter südlich abgegraben.“, so Maike Hoberg, sStellvertretende Geschäftsführerin der Naturschutzstiftung Emsland. Bürgermeister Honnigfort ergänzt: „Für die Zuwegung stellte ein ansässiger Landwirt dankenswerterweise eine seiner Flächen zur Verfügung.“
In diesem Zusammenhang wurde auf die Abfuhrtrasse Sand und Schotter aufgebracht und der städtische Sandweg mit Schotter verstärkt. Der städtische Schotterweg (Markweg) wurde ebenfalls mit Schotter und Mineralgemisch weiter verstärkt. Beide Wege werden zukünftig durch den Werkhof unterhalten.
Nach dem Bodenausbau wird kurzfristig das Spülen der rund 20.000 Kubikmeter Schlamm starten. Dies wird in etwa zwei bis drei Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Im Anschluss an das Einpumpen muss das Material dann noch austrocknen, bevor die eigentliche Wiederherstellung des Wörmers inklusiver der Seitengewässeranlegung erfolgen kann.

So ist geplant, den Verlauf des an den Wörmer seitlich angeschlossenen Brookgrabens zu verlegen: „Es soll ein mäandrierender Verlauf mit flachen Uferseiten entstehen, damit der neue Gewässerlauf dann als Nährstoff- und Sedimentfalle dienen kann“, begründet dies Herr Dr. Salva, Fischereibiologe vom Landesfischerband Weser-Ems e.V.. Außerdem soll mittels einer Holzwand und dem Einbau von Wasserbausteinen noch eine Überlaufschwelle erstellt werden, die einen gesicherten Hochwasserabfluss gewährleistet. Günter Eiken ist überzeugt: „Die bisherigen Schlammablagerungen gehören so auf Dauer der Vergangenheit an.“
Für die Renaturierung des Stillgewässers „Wörmer“ im Landschaftsschutzgebiet „Ems“ in Wesuwe summieren sich die Kosten auf rund 90.000 Euro. Dabei bezuschusst die Stadt Haren (Ems) die Maßnahme zur Verbesserung der Wesuweer Natur- und Landschaft mit insgesamt 15.000 Euro. Die weitere Finanzierung wird durch Mittel der Fischereigenossenschaft Ems II, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, der Stiftung Emsländische Gewässerlandschaften sowie durch den FV Wesuwe e.V. als Projektträger finanziert.

Text und Foto: Stadt Haren (Ems)