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Großaufgebot der Feuerwehr in Bawinkel: Angebranntes Essen führt zu umfangreicher Evakuierung

Bawinkel. Ein scheinbar harmloser Brandgeruch entwickelte sich in der Nacht zum Mittwoch zu einem Großeinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Emsland. Gegen 01:50 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst mit dem Stichwort „F2 Brandgeruch“ in die Haselünner Straße in Bawinkel alarmiert. Nur zwei Minuten später wurde die Alarmstufe jedoch auf „F3Y Personen im Gebäude“ erhöht, was auf eine potenziell gefährliche Situation mit Menschenleben in Gefahr hindeutete.

Schnelle Reaktion und umfassende Evakuierung
Wie Einsatzleiter Reinhard Lübbers, Ortsbrandmeister von Bawinkel, berichtete, handelte es sich bei dem betroffenen Gebäude um ein Mehrfamilienhaus. „Nach Lokalisierung stellte sich heraus, dass es sich um angebranntes Essen auf dem Herd handelte“, so Lübbers. Trotz der Ursache war die Lage zunächst unübersichtlich, was eine sofortige und umfassende Reaktion der Einsatzkräfte erforderte.

„Die Personen aus dem Mehrfamilienhaus wurden evakuiert und auf einem Sammelplatz in Sicherheit gebracht“, erklärte Lübbers. Diese Vorsichtsmaßnahme war entscheidend, um die Sicherheit aller Bewohner zu gewährleisten, da die Ausbreitung von Rauch und die genaue Lokalisierung der Brandquelle anfangs unklar waren.

Herausforderung bei der Wohnungsöffnung und keine Verletzten
Die Einsatzkräfte standen vor der Herausforderung, Zugang zu der Wohnung mit der Brandquelle zu erhalten. „Die Wohnung musste durch mehrfaches Klopfen und von außen über die Steckleiterteile bzw. die Steckleiter und Klopfen an den Fenstern geweckt werden, um die Wohnung dann von den jeweiligen Personen geöffnet zu bekommen“, schilderte Lübbers die Situation. Nach erfolgreichem Zugang wurde das angebrannte Essen unter Atemschutz ins Freie gebracht und die Wohnung anschließend belüftet. Die Wasserversorgung wurde routinemäßig aufgebaut und weitere Wohnungen im Gebäude kontrolliert.

Erfreulicherweise gab es bei dem gesamten Einsatz keine Verletzten. „Bei dem Einsatz wurde keine Person verletzt oder es gab auch keine Personen verletzt im Gebäude bzw. von den Einsatzkräften wurde auch keine Person verletzt“, bestätigte Lübbers.

Großes Aufgebot an Einsatzkräften und wichtige Botschaft
Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen vor Ort, darunter die Freiwilligen Feuerwehren aus Bawinkel, Langen, Gersten, zwei Fahrzeuge der Feuerwehr Haselünne mit der Hubrettungsbühne. Auch der Rettungsdienst (DRK) und die Polizei waren im Einsatz, um die Maßnahmen zu unterstützen und die Sicherheit vor Ort zu gewährleisten.

Reinhard Lübbers nutzte die Gelegenheit, um eine wichtige Botschaft an die Öffentlichkeit zu richten: „In diesen Einsätzen ist es wichtig, dass auch Brandmelder in den Gebäuden installiert sind und die auch funktionstüchtig sind.“ In dem betroffenen Mehrfamilienhaus war glücklicherweise ein funktionierender Brandmelder vorhanden, der maßgeblich dazu beigetragen haben dürfte, dass die Bewohner frühzeitig auf den Brandgeruch aufmerksam wurden und die Rettungskette in Gang gesetzt werden konnte.

Nachdem die Gefahr gebannt und alle Kontrollen abgeschlossen waren, konnten die Bewohner des Mehrfamilienhauses ihre Wohnungen wieder betreten und die restliche Nachtruhe antreten. Der Einsatz verdeutlicht einmal mehr die Bedeutung von aufmerksamen Bewohnern, schnellen Alarmierungen und der professionellen Zusammenarbeit der Einsatzkräfte.