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Großbrand in Haren: 65 Feuerwehrkräfte bekämpfen Hallenbrand

Großbrand in Haren: 65 Feuerwehrkräfte bekämpfen Hallenbrand bei extremer Hitze – Flammen schlagen aus Maschinenhalle – Maschinenhalle gerät in Vollbrand

Haren. Ein Großaufgebot der Feuerwehr ist am Dienstagmittag zu einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Haren ausgerückt. Eine rund 1.500 Quadratmeter große Maschinenhalle stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bereits in weiten Teilen in Flammen. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits auf die Dachkonstruktion übergegriffen.

Flammen schlugen aus dem Gebäude, glühende Teile und brennendes Material tropften von der Hallendecke. Eine dichte Rauchsäule war weithin über den umliegenden Feldern sichtbar.

Innenangriff zu gefährlich – Löschangriff von zwei Seiten

Aufgrund der enormen Brandausbreitung und der Gefahren durch die beschädigte Dachkonstruktion entschieden sich die Einsatzkräfte gegen einen Innenangriff. Stattdessen wurde das Feuer von außen aus zwei Richtungen bekämpft.

„Beim Eintreffen stand die Maschinenhalle bereits in einem fortgeschrittenen Brandstadium. Ein Innenangriff wäre für unsere Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen, deshalb haben wir den Brand von zwei Seiten im Außenangriff bekämpft“, erklärte Kai Esders, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Haren.

Zusätzlich erschwerte starker Wind die Löscharbeiten erheblich.

„Der Wind hat das Feuer immer wieder angefacht und die Gefahr erhöht, dass sich der Brand weiter ausbreitet“, so Esders.

Wasserversorgung wird zur Herausforderung

Neben den schwierigen Einsatzbedingungen bereitete vor allem die Löschwasserversorgung den Feuerwehrkräften Probleme. Zwar wurden lange Schlauchleitungen zu zwei Hydranten verlegt, doch das örtliche Wassernetz konnte den hohen Bedarf nicht decken.

„Die beiden Hydranten haben nicht genügend Wasser geliefert. Deshalb hat uns ein Landwirt kurzfristig einen Behälter mit rund 30.000 Litern Wasser zur Verfügung gestellt. Von dort konnten wir unsere Fahrzeuge direkt versorgen“, berichtete der Ortsbrandmeister.

Durch diese zusätzliche Wasserversorgung konnten die Löscharbeiten ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Diesel-Zapfsäule in der Halle

In der Maschinenhalle befand sich unter anderem eine Diesel-Zapfsäule. Ob weitere Kraftstoffe oder Betriebsstoffe wie Öl von dem Feuer betroffen waren, konnte die Feuerwehr zunächst nicht sagen.

Kühe vorsorglich in Sicherheit gebracht

Um eine Gefährdung von Tieren auszuschließen, wurden Kühe aus einem benachbarten Stallgebäude vorsorglich ins Freie gebracht. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Feuerwehr ohne Probleme.

Hohe Belastung für die Einsatzkräfte

Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Haren, Rütenbrock und Lathen im Einsatz. Die sommerlichen Temperaturen in Verbindung mit der schweren Feuerwehrschutzkleidung stellten die Einsatzkräfte vor eine zusätzliche körperliche Herausforderung. Deshalb mussten die Feuerwehrleute während der Löscharbeiten regelmäßig abgelöst werden.

„Die Hitze in der Schutzkleidung ist enorm. Deshalb mussten wir unsere Kräfte immer wieder austauschen und selbstverständlich ausreichend mit Trinkwasser versorgen“, sagte Esders.

Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten zum Zeitpunkt des Einsatzes noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an.