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Große Dienstbesprechung der Feuerwehrführungen des Emslandes

Die Stadt-, Gemeinde- und Ortsbrandmeister trafen sich im Kreishaus Meppen – Große Dienstbesprechung der Feuerwehrführungen des Emslandes

Am 26. Juni 2026 fand im Kreishauses Meppen die große Feuerwehr-Dienstversammlung statt. Trotz der großen Hitze war der Sitzungssaal bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Landrat Marc-André Burgdorf die Anwesenden begrüßte. Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr, des THW der Waldbrand-beauftragte und der Bundesrettungshundestaffel Lingen waren auch Vertreter des Feuerschutzaus-schusses, namentlich Christian Otten (SPD), Veronika Peters (SPD) und Beate Laake (FDP) vertreten.

Burgdorf ging in seiner Begrüßung auf die Bedeutung des Katastrophenschutzes ein. So wird dieser in Zukunft auch ein Teil des Zivilschutzes sein. Neu im Landkreis Emsland wird die Feuerwehrtechnische Zentrale im Süden erbaut. Im Lingener Ortsteil Bramsche wird sie erstehen.

Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff erweiterte die Aussagen zu den Feuerwehrtechnischen Zentralen noch, indem er die Wichtigkeit dieser Ausbildungszentren thematisierte. Auch bei den neu angedachten Konzepten (Atemschutzkonzept, Schlauchkonzept, etc.) sind sie ein wichtiges Bindeglied. Dyckhoff bedankte sich beim Landkreis Emsland für die Zusammenarbeit mit der Kreisfeuerwehrführung. Der Dank ging auch an die Politik, welche immer ein offenes Ohr haben würde.

Auch auf die aussagekräftigen Zahlen ging Dyckhoff ein. Zeigen diese doch, dass der Landkreis Emsland über engagierte und schlagkräftige Feuerwehren verfügt. 2025 wurden knapp 3.500 Einsätze für die ehrenamtlichen Notfallhelfer verzeichnet. Dieses ist knapp 20 % mehr als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. In den 52 Freiwilligen Feuerwehren verrichten 2.952 Einsatzkräfte ihren Dienst. Viele von denen nicht nu für die eigene Gemeinde. Übergemeindlich sind sie im Bereich IuK, in den Kreisfeuerwehrbereitschaften oder im CBRN-Bereich (Aufzählung nicht vollständig) tätig. 35 Jugendfeuerwehren und drei Kinderfeuerwehren leisten aktive Jugendarbeit. Im Sommer wird es Neuwahlen für den Posten des Kreisjugendfeuerwehrwartes geben, da dieser derzeit nur kommissarisch wahrgenommen wird.

Der Kreisbrandmeister nutzte die Gelegenheit, dass der neue Regierungsbrandmeister Andreas Wentker zugegen war, damit er ein Thema mit in die Landeshauptstadt nimmt. Im Rentenpaket ist die Härtefallregelung genannt. Dieses bedeutet, dass jemand, der in seinem Beruf einer enormen Belastung ausgesetzt ist/war, einen frühzeitigen Renteneintritt erwirken kann. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, das Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz in diesem Bereich anzuerkennen.
Der Dezernent Chrsitoph Exeler berichtete von den personellen Planungen, sei es in der Verwaltung für den Katastrophenschutz oder auch für die Feuerwehrtechnischen Zentralen. Für die Warnung der Bevölkerung sind mittlerweile 315 Sirenen betriebsbereit. Diese Sirenen werden nun auch mit einer Funktion ausgestattet, die es erlaubt, vorgefertigte Texte senden zu können. Dann können im Bedarfsfall auch schnell Informationen an die Bürger gebracht werden. Für die neue Feuerwehrtechnische Zentrale plant derzeit eine Arbeitsgruppe, wie diese aussehen soll und wie sie ausgebaut wird. Hier wird nun, nachdem man sich verschiedene Gebäude angeschaut hat, in naher Zukunft ein Raumbuch erstellt.

Der Fachbereichsleiter Christoph Lühn berichtete über den Stand bei den Planungen zum Atemschutzpool, zum Schlauchpool und zur Notstromversorgung. Ebenso ging er auf die Neuaufstellung der Kreisfeuerwehrbereitschaften ein.

Gerade vier Wochen im neuen Amt, nahm Andreas Wentker in seiner neuen Funktion als Regierungsbrandmeister teil. Der ehemalige Brandabschnittsleiter Süd ging auch darauf ein, dass sich die deutschlandweit knapp 1,4 Millionen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren auch auf eine neue Rolle im Zivilschutz einstellen müssen. Er begrüßte auch die emsländische Lösung der Umsetzung des Erlasses für die Aufstellung von Kreisfeuerwehrbereitschaften. Die landesweite Ausbildung ist derzeit auf dem Prüfstand, es wird derzeit ein Gutachten darüber in Auftrag gegeben.

Aus der Politik richtete der Feuerschutzausschussvorsitzende Christian Otten (SPD) das Wort an die Anwesenden. Er ging kurz auf die vergangene Zeit mit einer guten Zusammenarbeit ein und würde sich auch auf eine weitere gemeinsame Zeit nach den nächsten Wahlen freuen. Er schloss seine Ansprache mit: „Feuerwehr eignet sich nicht für politische Arbeit!“
Verdiente Kameraden sind an diesem Abend für ihre Tätigkeiten geehrt worden. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen konnten auf Grund ihrer besonderen Verdienste zwei Kameraden geehrt werden.

Torsten Stindt führt seit 10 Jahren die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Nord und war damit u. a. beim Moorbrand auf der WTD 91 eingesetzt. Ebenfalls führte er ein Emslandkontingent „Emsland“ beim Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz. Dafür wurde er mit dem Ehrenzeichen am Bande geehrt.

Hans-Bernd Ahlers war sieben Jahre stellv. Ortsbrandmeister der Feuerwehr Dersum und ist seit 2015 Mitglied der Kreisfeuerwehrführung. Zunächst als stellv. Abschnittsleiter und nun ist er seit 2022 Abschnittsleiter Nord. Daneben war er Kreisausbilder, 15 Jahre Leiter der TEL/IuK Nord und ist im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling. Eingesetzt war er bei Großschadenslagen wie beim Unfall der Transrapid oder dem Moorbrand auf der WTD 91. Dafür wurde er mit dem silbernen Ehrenzeichen am Bande geehrt.

Beförderungen:
Sören Wessels stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart zum Brandinspektor
Mario Lenz Leier der TEL/IuK Süd zum Oberbrandinspektor
Marco Lögering stellv. Abschnittsleiter Süd zum Abschnittsbrandinspektor
Alois Wilmes Abschnittsleiter Süd zum 1. Abschnittsbrandinspektor

Ehrungen für 10-jähriges Engagement in der Kreisfeuerwehr:
Rene Klahsen TEL/IuK Nord
Sebastian Schröer TEL/IuK Nord
Clemens Soring TEL/IuK Nord
Erik Büter TEL/IuK Nord
Torsten Stindt KFB Nord und TEL/IuK Nord
Hermann Hackmann Leiter TEL/IuK Nord
Christian Drosten Leiter TEL/IuK Mitte
Wolfgang Janzen TEL/IuK Nord

Ehrungen für 20-jähriges Engagement in der Kreisfeuerwehr:
Andreas Schmale stellv. Leiter der KFB Süd
Frank Burrichter TEL/Iuk Süd
Hans-Bernd Ahlers Abschnittsleiter Nord, TEL/Iuk Nord

Text und Foto: Jens Menke