Grundschullehrkräfte experimentieren mit „Kunos cooler Kunststoff-Kiste“

Der Alltag von Kindern ist bunt von Kunststoffen, angefangen morgens bei der Zahnbürste, über die Brotdose und die Trinkflasche in der Schulpause bis zum Fahrradhelm. Das Bewusstsein für den Werkstoff Kunststoff ist jedoch oft nur unzureichend vorhanden. Deshalb bietet der Wirtschaftsverband PlasticsEurope für die Primarstufen kostenlose Lehrerfortbildungen an. „Ziel ist es, die Experimentierfreude der Kinder aufrechtzuerhalten und sie an das Thema Kunststoffe heranzuführen“, so Tanja Rühl, Schulungsleiterin von PlasticsEurope.

Über 20 Grundschullehrerinnen und -lehrer aus dem Bereich der Ems-Achse haben am vor kurzem im Rahmen einer Fortbildung den Experimentierkoffer „Kunos coole Kunststoff-Kiste“ in Schüttorf getestet. Organisiert hat den Tag das Kunststoffnetzwerk der Ems-Achse. Gastgeber war der internationale Kunststoffverarbeiter Georg Utz in Schüttorf war als Mitglied des Kunststoffnetzwerkes.

Vor Ort staunten die Lehrkräfte über naturwissenschaftliche Phänomene, die mit „Kuno“ entdeckt werden können. Der Koffer wurde speziell für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren entwickelt. Fast alle Experimente können die Schülerinnen und Schüler selbst durchführen.  Nach dem Motto „Was du mir sagst, vergesse ich, was du mich machen lässt, verstehe ich“ wurden den Teilnehmern die Möglichkeiten des Koffers nahegebracht.

Am Ende des Tages bekam jede Lehrkraft einen Koffer, ein Lehrerheft sowie einen Satz Schülerhefte für die Schule mit nach Hause. Mehr als 14 000 coole Kunststoffkisten sind bereits in Deutschland verteilt worden. „Die Nachwuchssicherung ist seit Bestehen des Kunststoffnetzwerkes eines der wichtigen Themen, mit denen wir uns im Netzwerk beschäftigen. Es ist sinnvoll, bereits möglichst früh das Interesse für die Naturwissenschaften bei den Kindern zu wecken“ so Thorsten Heilker, Netzwerkmanager des Kunststoffnetzwerks Ems-Achse beim Landkreis Grafschaft Bentheim.

Abgerundet wurde die Schulung mit einer Betriebsbesichtigung der Georg Utz GmbH, bei der die Gäste viel Neues über die Verarbeitung von Kunststoffen lernen konnten. Zudem wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert das Thema Nachhaltigkeit bei der Georg Utz GmbH hat. Utz fertigt ausschließlich Mehrwegprodukte. Aussortierte Produkte werden wiederverwertet, sodass ein geschlossener Produktkreislauf vorliegt. Hierdurch kann ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden.

Text und Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim