„Gut Schuss“ für das Stadtkaiserschießen 2022 in Haren

Auf den Harener Püntetage bietet sich diesjährig ein seltenes Schauspiel. Zur Eröffnung des maritimen Stadtfestes geben sich gleich 14 Majestäten samt Thron- und Schützengefolgen die Ehre, um die Stadtkaiserwürde auszuschießen.

Haren (Ems). Am Samstag, 17. September um 14 Uhr begrüßt Bürgermeister Markus Honnigfort die Abordnungen aller Harener Schützenvereine vor der großen Bühne am Amisia-Anleger und eröffnet das Festwochenende auf den Emswiesen. Zuvor werden die Schützen in einem Sternmarsch vom Rathaus durch die Harener Innenstadt zum Festgelände marschieren. Angeführt werden die drei Züge durch die Kolpingkapellen Emmeln und Haren sowie die Musikkameradschaft Haren-Erika.

Ab 15 Uhr dann beginnt der Wettstreit um die Kaiserwürde am Schießstand vor dem Festzelt. Gegen 18 Uhr dürfte feststehen, welcher der amtierenden Schützenmajestäten sich zusätzlich mit dem Titel „Stadtkaiser vom Haren (Ems) 2022“ schmücken darf. Die Proklamation und Pokalübergabe finden im Anschluss im Festzelt statt.

Damit bietet sich Besuchern auf den Emswiesen ein äußerst seltenes Spektakel, denn erst dreimal wurde in der Harener Stadtgeschichte ein Stadtkaiserschießen ausgetragen. Zuletzt anlässlich des 50. Stadtjubiläums im Jahr 2015. Damals schoss Dieter Grönniger vom Bürgerschützenverein Rütenbrock den Rumpf des Adlers ab und erlangte damit die „Kaiserwürde“.

„Nachdem die Harener Püntetage im vergangenen Jahr ausfallen mussten, wollen wir das diesjährige Stadtfest mit einem besonderen Event starten, dass viele Menschen in Haren (Ems) und der Region verbindet – der Sternmarsch und das Adlerschießen sind dafür einfach der perfekte Auftakt“, gerät der Rathauschef ins Schwärmen. An das letzte Kaiserschießen erinnert er sich gerne zurück. Beeindruckend sei insbesondere der Einzug der Schützen auf das Festgelände und die Spannung beim öffentlichen Adlerschießen gewesen. „Das waren echte Gänsehautmomente,“ gesteht Honnigfort. Wann sonst biete sich schon die Gelegenheit, 14 Majestäten im öffentlichen Wettstreit zu erleben.

Text und Foto: Stadt Haren