Gute Aussagekraft hängt von vielen Nutzern ab – Corona-Warn-App hilft Gesundheitsamt beim Nachverfolgen von Infektionen

Gute Aussagekraft hängt von vielen Nutzern abCorona-Warn-App hilft Gesundheitsamt beim Nachverfolgen von Infektionen

Meppen. „Die Corona-Warn-App wird mit jedem Nutzer nützlicher“ oder „Die Corona-Warn-App braucht Dich, und Dich und Dich und Dich“ sind Motive, mit denen die Warn-App des Bundes derzeit beworben wird. Der Landkreis Emsland unterstützt die App: „Mit der Corona-Warn-App kann ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Coronapandemie geleistet werden. Wir begrüßen sie daher“, sagt Landrat Marc-André Burgdorf. Aber was bedeutet die App für den Landkreis Emsland?

Die Corona-Warn-App kann Hinweise auf das eigene Ansteckungsrisiko geben, beispielsweise ob Kontakt zu einer infizierten Personen bestand. „Handynutzer und -nutzerinnen sollten die App auf ihren Smartphones installieren, damit ein eng geknüpftes Netz für ein Frühwarnsystem hier im Emsland entsteht. Wenn viele Personen diese App nutzen, dann kann sie für das Emsland eine gute Aussagekraft erreichen“, so der Landrat. „Auf diese Weise können wir als Gesundheitsamt Infektionsketten besser nachverfolgen“, betont auch Johanna Sievering, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit beim Landkreis Emsland.

Die App lässt sich ohne die Eingabe persönlicher Daten auf das Smartphone installieren. Ist die App aktiviert, tauscht sie via Bluetooth anonyme Zufallscodes mit Smartphones in der Nähe aus. Diese Codes werden 14 Tage lang gespeichert. In der App wird angezeigt, ob der Nutzer einem niedrigem oder erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist.

Erhält der Nutzer die Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ hat in den vergangenen 14 Tagen ein Kontakt zu einem weiteren App-Nutzer stattgefunden, der einen positiven Testbefund in seine App eingetragen hat. Gleichzeitig erscheint das Datum des letzten Kontakts zu der infizierten Person und wie häufig der Kontakt stattgefunden hat. Persönliche Daten werden nicht bekannt gegeben. Zugleich wird die Nutzerin oder der Nutzer aufgefordert, sich nach Hause zu begeben, Kontakte zu anderen zu vermeiden und gegebenenfalls auftretende Symptome wie Halsschmerzen, Husten, Fieber, Kurzatmigkeit oder Kopfschmerzen zu beachten. Es sollten zudem der eigene Hausarzt oder das Gesundheitsamt des Landkreises Emsland (erreichbar über das Bürgertelefon unter den Telefonnummern 05931/44-5701, 05931/44-5702) angerufen werden, um die weiteren Schritte einzuleiten. Gegebenenfalls wird ein Test auf eine Sars-CoV-2-Infektion veranlasst. „Bestätigt schließlich ein solcher Test eine Infektion mit dem Coronavirus, kann der App-Nutzer den entsprechenden Bar-Code, der auf dem Testergebnis angegeben ist, in die App einpflegen. Auf diese Weise werden andere Nutzer informiert und sie können aktiv dazu beitragen, Infektionsketten zu unterbrechen“, erläutert Sievering.

Text: Landkreis Emsland