BlaulichtPapenburg

Hasskommentar bei Nordnews löst Polizeieinsatz im Bolwinsweg aus

Geeste. Papenburg. Im Januar hat es einen bösen Hasskommentar unter einem Posting bei Facebook gegeben. Wir hatten über das „erste Baby im neuen Jahr“ berichtet und diesen Artikel bei Facebook veröffentlicht. Nach kurzer Zeit kam es zu einem bösen Hasskommentar, der sich auf das Baby bezog, welches einen Migrationshintergrund hat. Wir von der Redaktion haben selbstverständlich den Kommentar gelöscht, aber zuvor gesichert. Diese Sicherung wurde von uns sofort an die Polizei weitergegeben. Diese hat danach die Ermittlungen aufgenommen und hat am heutigen Donnerstag, den 26. Februar 2026, folgende Pressemeldung der Polizei zu diesem Fall veröffentlicht:

Papenburg – Durchsuchung nach Hasskommentar im Internet

Papenburg (ots) – Am Mittwoch, 25.02., beteiligten sich auch Ermittler der
Polizeiinspektion Emsland / Grafschaft Bentheim am Aktionstag gegen
Hasskommentare im Internet. Diese bundesweite Aktion wurde vom BKA koordiniert
und richtete sich gegen Verfasser/innen von strafbaren Kommentaren in sozialen
Netzwerken. Bundesweit zeitgleich wurden dabei strafprozessuale Maßnahmen
umgesetzt, die sich im Emsland auch gegen eine 39-jährige Frau aus Papenburg
richteten. Die Frau hatte Anfang Januar einen menschenverachtenden Hasskommentar
anlässlich der Geburt eines Babys mit Migrationshintergrund auf der
Online-Präsenz eines lokalen Nachrichtenmagazins im sozialen Netzwerk Facebook
hinterlassen. Weil der Hasskommentar neben seiner Menschenverachtung auch offen
ausländerfeindlich war, wurden die Ermittlungen in der Abteilung Polizeilicher
Staatsschutz im Zentralen Kriminaldienst in Lingen geführt. Hier gelang es auch,
das Fakeprofil der Frau zu deanonymisieren und die richtigen Personalien
offenzulegen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde zudem ein weiterer ähnlicher
Hasskommentar festgestellt, den die Papenburgerin auf der Online-Präsenz des
Klinikums Wilhelmshaven, ebenfalls bei Facebook, hinterlassen hatte. Auch dieser
Kommentar hat eine strafrechtliche Relevanz und richtet sich gegen die
Menschenwürde von migrierten Eltern und ihres Kindes. Im Rahmen einer
angeordneten Hausdurchsuchung wurden die Frau am frühen Mittwochmorgen in ihrer
Wohnung am Bolwinsweg in Papenburg angetroffen und es wurden Beweise
sichergestellt. Die Frau wird sich nun für Ihr Handeln wegen Volksverhetzung und
Beleidigung verantworten müssen, da das Internet auch im vermeintlichen Schutz
der Anonymität kein rechtsfreier Raum ist. /hue